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Etwas sagen, oder nicht? Was kann man DA tun?

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  • Etwas sagen, oder nicht? Was kann man DA tun?

    Guten Morgen!
    Ich schreibe im Namen unserer Stallgemeinschaft, da wir keinen Rat mehr wissen.
    Wir haben ein Pferd im Stall, dem es sehr sehr schlecht geht!
    Vorab: Die Stute ist voll versorgt, bestens gepflegt. Das Futter sowie Misten etc. stimmt. Eine 1a Rund-um-Versorgung!
    ABER! Schmerzen! Das Pferd leidet an so furchtbaren Schmerzen, daß es kaum auf 4 Beinen gleichzeitig stehen kann. Das Exterieur gleicht einem Gerippe, der Rücken eingefallen, keine Muskeln mehr, sämtliche Knochen stehen raus, Beine krumm, tote Augen.
    Die Berge von Heu in den Heunetzen werden kaum angerührt, da die Stute nur mit hängendem Kopf in der Ecke steht. Auf die Koppel geht sie nur unter Schmerzen und steht auch da nur am Ausgang - abwechselnd das eine, oder das andere Bein vorgestellt.

    Besitzer sind eine Mutter und deren 15jährige Tochter. Die Mutter hat einen extrem übergewichtigen Quarter-Wallach mit Rehe, der Tochter gehört die todkranke Quarter-Stute.
    Beide "Frauen" sind Stunden um Stunden im Stall und tüddeln, pflegen, füttern ihre Pferde wie kein anderer. Ab und an kommt eine Tierheilpraktikerin und diagnostiziert durch Pendeln, die arme Stute habe keine Schmerzen sondern lediglich Stress .....

    Das ändert aber nichts daran, daß z.B. der Schmied ewig braucht um das Pferd zu beschlagen, weil es nicht gleichzeitig auf 3 Beinen stehen kann.
    Die Stute dann wiederum braucht ewig, um in ihre Box zurück zu gelangen vor lauter Schmerzen.
    Das Pferd hat in allen Gelenken Arthrose, und jedes Bein läuft in eine andere Richtung - es ist eine Tragödie.
    Wir als Stallgemeinschaft hoffen jeden Tag, daß das Pferd einfach mal tot umfällt, wenn man das so sagen darf.

    Letztens traute man seinen Augen nicht - die Tochter hatte einen Sattel auf dieses moribunde Pferd gelegt, und ritt auf dem Aussenplatz. Da hat sich eine Einstellerin beim SB beschwert, daß, wenn er jetzt nichts sagen würde, SIE den Tierschutz holen würde.
    Der hat die Verantwortung ängstlich von sich geschoben und unserer TÄ Bescheid gesagt. Die wiederum hat der Mutter einen Brief geschrieben.......
    Passiert ist....Nichts!

    Ganzes ist eine Entwicklung über 1-2 Jahre und zu Anfang hieß es noch, die Mutter könne ein Einschläfern des Pferdes der Tochter nicht antun. Das Mädel hängt so sehr an dem Pferd.
    Ich denke aber, ein Mädchen von 15 oder 16 muß doch lernen, daß man auch "gehen lassen muss"!!!!!!
    Letzten Endes ist es doch purer Egoismus, weil man selber die darauf folgenden Schmerzen nicht ertragen will.
    Wir sind jedenfalls alle ziemlich ratlos.
    Aus Erfahrung weiß ich, daß das Veterinäramt nur kommt, wenn das Tier verwahrlost, unterversorgt o.Ä. ist. Und dann auch nur nach mehrmaliger Aufforderung......
    Das Gegenteil aber ist der Fall. Die beiden kümmern sich so "aufopfernd" um ihre Pferde, daß der Tierschutz gleich wieder vom Hof fahren würde.
    Zudem kommt aber als eigentlich größtes Problem: Beide, Mutter wie Tochter, sind in ihren Handlungen nicht ungefährlich.... wenn ihr versteht, was ich meine. Um es geradeaus zu sagen: Wir trauen denen alles zu - aus Rache!
    und das ist ein wirkliches Problem. Die Angst um die eigenen Pferde. Die würden es fertig bringen dem Pferd eines "Kritikers" etwas anzutun.
    Die Situation ist eine Gratwanderung. Keiner traut sich direkt etwas zu sagen - der SB auch nicht. Der will keinen Ärger.
    Die ganze Geschichte klingt vielleicht etwas merkwürdig, da ich die Besitzer vielleicht als liebevolle Pferdebesitzer dargestellt habe, und so ist es auch auf der einen Seite. Auf der anderen Seite aber steht dieser unglaubliche Egoismus, die Selbstgefälligkeit und die Ignoranz vor dem Leid. Ähnlich wie bei alten Damen, die ihre Hunde halb tot füttern und zuletzt unförmige dicke Rollen über den Asphalt ziehen.
    Wenn ich nicht selber schon einmal aus einem Stall wegen "Einmischen" geflogen wäre, würde ich schon was sagen. Mit meinem Stallbesitzer habe ich überhaupt keine Probleme, und wir verstehen uns gut, aber Kritik an seinem Stall, auch im weitesten Sinne, da diese Problematik ja nur inderekt etwas mit ihm zutun hat, ist immer schwierig. Ich kenne keinen SB, der den Mumm hat, bei Dingen, die ihn nicht direkt etwas angehen, was zu sagen. Die schauen auch weg. Einfacher. Bitte keinen Ärger. Veilleicht hat er aber auch Angst um seinen Stall????
    Ihr merkt schon, daß auch ich herumdruckse, aber um es ganz deutlich zu sagen: Bei all`der Tierliebe von Mutter und Tochter, beide sind eiskalt, falsch und intrigant. Immer freundlich, aber kaum dreht man sich um........
    Der ganze Stall wäre froh, wenn die Zwei gehen würden.

    Aber da steht immer noch das Pferd. Die werden das Tier weiter und weiter und weiter zu Tode pflegen....
    Was tun?
    Gruß und Danke für`s Lesen
    Ellen

  • #2
    Was willst Du denn hören? Es gibt nur zwei Möglichkeiten - einmischen oder wegsehen. Ich wüsste, was ich tun würde.

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    • #3
      Der Umgang mit Psychopathen ist schwierig .... (:- /
      Die Stute wird völlig falsch versorgt. Erst einmal wäre eine tierärztliche Diagnose wichtig. Könnte nicht "zufällig" mal eine Tierärztin (eine echte!) im Hof vorbeischauen, wenn das Tier wieder gequält wird, und dann Tacheles mit den Besitzern reden (Androhung des Amtstierarztes), ohne daß die Besitzer das mit euch in Zusammenhang bringen? Ihr müßtet die Tierärztin natürlich für ihre Mühen insgeheim bezahlen!
      "Man macht aus einem Esel kein Rennpferd,
      aber man macht auch aus einem Rennpferd keinen Esel!"
      (Heinz Jentzsch)

      http://pferde-ingwer.de.tl/

      Fiskarnir eru rólegir, nægjusamir og inn í sig
      og eru með eðlisávísun sem þeir geta reitt sig á.

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      • #4
        @ Maggie
        Ja, und was würdest Du machen? WAS WÜRDEST DU MACHEN?
        Was würdest Du machen, wenn dieses Pferd in Deinem Stall stehen würde! Du Miteinsteller wärst! Du befürchten müßtest, Deinem Pferd würde etwas angetan! Das würde mich jetzt mal wirklich interessieren.
        Direkt ansprechen? Tierschutz holen? Amtsveterinär? Alles nicht so einfach, wenn man nicht betroffen ist.

        @ Stefan
        Psychopathen, genau das ist das Problem, und deshalb auch so schwierig. Unsere Stall-Tierärztin hat ihr ja bereits einen Brief geschrieben, doch die Beiden sind resistent gegen Belehrungen.
        Jeder rät mir, nichts zu sagen, um nicht selber in ein Problem zu geraten.
        Eine Frage der Zivilcourage.
        Es ist immer einfacher von weitab zu urteilen (@maggie).

        Ich habe einfach Angst um mein eigenes Pferd.

        Vorhin habe ich mit meiner Cousine, die Tierärztin ist, gesprochen. Keine Chance. Solange das Tier nicht verwahrlost in der Ecke steht, greift kein Tierschutz ein.
        Hier ist psychologisches Feingefühl angesagt. Es ist so einfach von aussen zu urteilen, doch vor der eigenen Tür? Im eigenen Haus?
        Was gibt es für Möglichkeiten? PeTA? Animals Angels?
        Na, die werden mir kaum helfen können.
        Hier geht es um Taktik!
        Und da brauche ich Tips! Mit meinem TA habe ich bereits gesprochen. Der will sich auch nicht "in die Bredouille" reiten. Das Pferd ist optimal versorgt und die Pflege perfekt. Und so sind sie Alle!
        Es muß doch eine Möglichkeit geben..... "Sturm auf die Bastille!"
        Hat jemand von Euch schon einmal so eine Situation DIREKT erlebt? So eine Situation DIREKT im eigenen Stall mitbekommen? Hat jemand schon einmal direkt reagiert? Schon mal die eigenen Risiken in Kauf genommen?
        Wie gesagt, alles nicht so einfach, wenn man selber mitten drin mitspielt.
        Gruß
        Ellen

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        • #5
          Und wenn ihr sie mal auf eure Pferde drauflasst? Damit sie spürt wie ein gesundes Pferd sich anfühlen soll bzw. wie reiten sich wirklich anfühlt?
          Den Dialog suchen nicht anprangern. Und das sie wirklich euren Pferden was antun würden sind doch nur Vermutungen.
          Fass dir ein Herz und zeige Zivilcourage. J JUnd Maggie hat ja recht. Es gibt nur das eine oder das andere. J

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          • #6
            Optimaler Pflegezustand heisst nicht dünn mit herrausstehenden Knochen und Rippen und wenn ein Amt-Vet das sieht, sollte es die Auflage einer ärztlichen Untersuchung geben. Dabei ist es völlig egal wie doll das Pferd betüdelt und gefüttert wird. Und das bei euch die TÄ dieses Pferd kennen und nicht den Amts-Vet informieren finde ich echt bedenklich und einen derben Verstoß gegen ihren Berufsethos.
            Von dir wüsste ich aber gerne mal wie alt das Pferd ist, denn richtig alte Pferde sind in der Regel dünner und bewegen sich langsamer.
            Viel Glück
            ____________________________________
            http://www.youtube.com/watch?v=ibU7duHuDrg

            Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren,
            und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
            (Gandhi)

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            • #7
              @Ellen1965@

              Wenn Du das Vet.Amt anrufst müssen die reagieren, sie müssen! Ich sage das, weil ich es weiß!
              Inwieweit sich dann was ändert liegt daran, wie lange man den Ämtern auf die Füße tritt. Am besten rufen mehrere Leute und möglichst im Minutentakt an, das hat zu mir vor Jahren die örtliche Amtsärztin gesagt. Je mehr Anzeigen vorliegen umso gewichtiger wird die Angelegenheit.
              Dein Name braucht dazu noch nicht mal in Erscheinung zu treten, jeder Amtsveterinär wird das verstehen zu Deinem eigenen Schutz und zu dem Deiner Tiere.
              In Erscheinung trittst Du erst bei einer evtl Gerichtsverhandlung, wenn Du als Zeuge aussagen möchtest. Aber bis dahin ist´s ein langer Weg.
              Den Stein des Anstoßes kann, nein muss man selber ins Rollen bringen!

              Wer wegsieht macht sich mitschuldig! Hab den Mut was zu ändern, das Pferd wird es Dir danken!

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              • #8
                Da muss man was sagen..

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