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Offene Wunde

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  • Offene Wunde

    Durch einen Huftritt hat mein Pferd direkt beim Knie eine offene Wunde. Die Wunde wurde genäht und versorgt.Die Nähte sind nach etwa 5 Tagen gerissen. Auf Anweisung vom Tierarzt besprühe ich die Wunde mit einem dicken Wasserstrahl, damit die Verkrustungen wieder weggesprüht werden und versiegle das ganze dann mit einem Blauspray (gegen die Fliegen). Der Tierarzt meinte der Wasserstrahl kann ruhig so sein, dass zum ersten das Wundsekret abgespühlt wird und zum anderen die Durchblutung angeregt wird, damit die Heilung einsetzt. Wenn es wieder zum Bluten beginnt, macht das angeblich nichts. Hat jemand Erfahrung mit solchen Wunden? Ich wäre sehr dankbar über jede Hilfe, da sich die Heilung nicht blicken lässt und das ganze sich jetzt schon 2 1/2 Wochen in die Länge zieht.

    E-Mail: bixiberger@gmx.at

  • #2
    AW: Offene Wunde

    Hallo,

    mein Pferd hatte letztes Jahr auch eine schlecht heilende Wunde Nähe Sprunggelenk. War nicht großflächig, aber sehr tief (ein Loch bis auf den Knochen). Diese wurde vom TA aber nicht genäht. Pferd wurde sofort mit Antibiotika behandelt,um eine bakterielle Infektion zu vermeiden. Wunde wurde 2 Tage verbunden, danach sollte ich sie auch mit Wasser ausspülen, trocknen lassen und Aluspray drauf (also ähnlich wie bei dir). Heilte aber sehr schlecht. Die Wunde nässte ständig. Habe dann versucht mit verschiedenen Sachen zu spülen, erst mit Ringelblumenextrakt, was ebenfalls keine Besserung brachte, dann mit Rivanol. Damit wurde es etwas besser. Aluspray habe ich nicht mehr draufgemacht, da ich das Gefühl hatte, dass es die Wunde zu sehr verschliesst und sie nicht wirklich austrocknen kann.
    Mit dem Rivanol wurde es zwar besser, heilte aber immer noch nicht vollständig ab. Mein TA riet mir dann, es mal mit Honig (kaltgeschleudert) zu versuchen. Soll angeblich bei alten schlecht heilenden Wunden Wunder wirken. Also schmierte ich die Wunde mit Honig ein. Irgendwann heilte sie dann mal vollständig ab. Was letztendlich geholfen hat, weiß ich nicht. Ich denke, dass es auch bei jedem Pferd und Art der Wunde anders sein wird. Wenn man es also mehrere Tage mit einer Behandlung versucht hat und es sich nicht einmal annähernd verbessert, sollte man vielleicht ausprobieren, ob das Pferd (bzw. die Wunde)auf eine andere Behandlungsmethode besser reagiert. Vor allem braucht man aber für so schlecht heilende Wunden oftmals sehr viel Geduld. Bei meinem Pferd hat sich das ganze nämlich 2 Monate hingezogen.
    Wünsche dir und deinem Pferd alles Gute und dass es bei auch nicht ganz so lange dauert.

    Gruß
    Tina

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    • #3
      AW: Offene Wunde

      mit scharfem Wasserstrahl eine Wunde ausspülen hab ich noch nicht gehört, meine Freundin hatte an ihrer Stute ein Faustgroßes Loch in der Brustmuskulatur (Sarkoid wurde entfernt und die Nähte platzen auch direkt weg) und sie hat täglich MEHRMALS mit WEICHEN Strahl gespült ohne Blauspray hinterher! Gegen die Fliegen trug die Stute eine Fliegendecke auf der Weide. Die Wunde war nach zwei Wochen schon deutlich besser

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      • #4
        AW: Offene Wunde

        Also ich würde die Wunde nicht mit einem starken Wasserstrahl abwaschen. Dadurch wird ja immer wieder das Wundgranulat abgespült und , soweit ich weiss, leitet das Granulat die Heilung ein. Ich würde mir eine gute Lebertran-Zink-Salbe schnappen und die Wunde großzügig damit einschmieren. Somit ist sie auch gegen Fliegen geschützt. Wunder bei wucherndem Fleisch wirkt Lotagengel. Habe auch super Erfahrungen bei schlecht heilenden Wunden damit gemacht.
        Gute Besserung
        Gruß
        Tasha

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        • #5
          AW: Offene Wunde

          Hallo!
          Dasgleiche habe ich mit meinem Pferd nach X Monaten jetzt auch endlich durch!
          Eine Wunde am Knie, es wurde gar nicht erst versucht zu nähen-hält eh nicht. Das Desaster begann, als sich wildes Fleisch bildete. Das passiert anscheinend bei Pferden ziemlich schnell. Wir haben 2 Monate jeden Tag mit Lotagen verätzt und versucht das mittlerweile tennisballgroße Fleischstück zurückzudrängen, damit die Wunde sich überhaupt schließen kann. Ich rechne damit, daß sie in den nächsten 2 Wochen endgültig zu ist. Passiert ist der Unfall Mitte Oktober! Allerdings kann ich seit Weihnachten wieder reiten. Man muß verdammt schnell handeln, wenn die Wunde sich irgendwie etwas "herausstülpt". Bei der Narbenbehandlung ist Contractubex super!
          Ich hoffe, Dir bleibt das alles und solch eine TA-Rechnung erspart!
          bren

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          • #6
            AW: Offene Wunde

            Hallo Birgit, erst zwei Wochen am Behandeln ? Mein Pferd hatte letztes Jahr eine riesenwunde auf dem Vorderfußwurzelgelenk, die Naht ist auch aufgeplatzt. Ich mußte jeden Tag mit hartem Wasserstrahl spülen, dann die beginnenden Stellen von wildem Fleisch vorsichtig mit Lotagen betupfen, dann grüne Mauke Salbe drauf, damit es nicht weiter wuchert. Das ganze am besten 2 mal täglich. Das Bein hat zwei Monate gebraucht um einigermaßen dichtzuwachsen. Aber alles sieht jetzt top aus, ist zwar eine kleine Beule geblieben, aber wenn man bedenkt wies vorher war, ist es sehr gut geworden. Sogar Haare wachsen dort wieder.

            Der Harte Wasserstrahl ist dazu da, die Wunde von innen zum Heilen anzuregen und granuliertes Gewebe auszuspülen. Ich habe auch noch einen Schimmel, der jeden Tag nach meiner Behandlung mit blutendem Bein dastand und ein megaschlechtes Gewissen dabei. Aber geholfen hat es, definitiv. Nur so etwas braucht leider Zeit.

            Alles Gute !

            E-Mail: anjameyer20@gmx.de

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            • #7
              AW: Offene Wunde

              Die ständig gedehnte Haut über einem Gelenk heilt besonders schlecht.

              Ein Abdecken mit einem Wundspray, das elastisch haltendes Lanolin und heilungsförderndes Zink enthält, bewährt sich - neben gelegentlichem sanften Abwaschen - in der Heilungsphase meist am besten.

              Parallel dazu innerlich Biotin-Zink-Aminosäuren zuzuführen, damit die Heilung raschest möglich erfolgen kann, wäre günstig.

              Es gibt allenfalls zur Fliegenabwehr und zum Schutz der Wunde austrocknende Teersprays.

              Berühren sollte man die bereits ausgranulierende Fläche so wenig wie möglich, um Reize, die zur Bildung wilden Fleisches (überschießenden Granulationsgewebes) führen könnten, strikt zu vermeiden. Daher wird man möglichst auf die Verwendung von Wundsprays (aus der Humanmedizin) zurückgreifen.

              Jedes Desinfizieren usw. ist in diesem Heilungsstadium unnotwendig, reizt nur. Säubern vor etwaigen am Wundsekret anhaftenden Einstreupartikeln kann ein sanfter Wasserfluss meistens auch schon.

              Wenn die Heilungsfähigkeit des Körpers optimal unterstützt und nicht überlastet wird, heilen auch große Wunden oft erstaunlich rasch zu - mit einer Geschwindigkeit von einigen (!!)Milimetern pro Tag schiebt sich der rosa Rand der sich erneuernden Haut von außen über die rötliche Wundfläche.

              Je nach dem, wie sich die Schädigung auf die tieferen Hautschichten auswirkt, kommen dort keine/weiße oder normale Haare nach. Das später erfolgende Zusammenziehen der geheilten Haut im Narbenbereich (hier wäre dann doie Verwendung von Contractubex o.ä. angebracht) verkleinert den Narbenbereich nochmals und lässt die Narbe später oft erstaunlich unauffällig erscheinen.

              Bei Wunden - insbesondere schlecht heilenden Wunden - im Gelenksbereich wird man stets den TA die Heilung überwachen lassen: nur so kann man bestmöglichst ausschließen, dass weitergreifende Schäden im Gelenksbereich aufgetreten sind, die sonst zu den verschiedensten Komplikationen führen können, die Kariere eines Pferdes oft unerwartet beenden, nachdem die äußeren Verletzungen abgeheilt sind.

              Röntgen und Ultraschall erlauben dem Fachmann (Pferde-FachTA z.B.), hier Veränderungen so rechtzeitig zu erkennen, das manchmal Behandlungen noch rechtzeitig erfolgen können, gute Erfolgsaussichten bieten.

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