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Leseprobe aus der Juni-Ausgabe 2020

So bauen Sie den einfachen Galoppwechsel richtig auf

In unserer Juni-Ausgabe lesen Sie im Detail, was den einfachen Galoppwechsel alles andere als einfach macht und wie Sie ihn wirklich korrekt reiten. Wie die Lektion wirklich aufgebaut wird, erfahren Sie schon hier.

Ein Galoppwechsel mit kurzer Schrittsequenz: Der einfache Wechsel ist eine Herausforderung für Kraft und Koordination.

Damit der einfache Wechsel funktioniert, ist es wichtig, sich die Hilfen einmal wirklich bewusst zu machen. „Erst einmal muss das Pferd im Galopp gut an den Hilfen stehen. Der Reiter muss imstande sein, aus seinem Sitz heraus zuzulegen und die Galoppsprünge zu verkürzen. Dann nimmt er das Pferd mit vielen halben Paraden immer mehr auf, bis es sich wirklich versammelt. Ein wichtiges Indiz dafür ist auch, dass der Reiter durchgehend eine feine Verbindung zum Pferdemaul hat und sich das Pferd selbst trägt“, erklärt Pferdewirt Jannik Bode, der sich in seiner Bachelorarbeit mit dem Thema "Biomechanik von Pferd und Reiter" auseinandergesetzt hat und viele Vorträge dazu hält.

Soviel zur Vorbereitung. „Steht das Pferd gut an den Hilfen, genügt es, den Bauchnabel einzuziehen, um eine halbe Parade zu reiten. Dadurch kippt das Becken des Reiters ab, die Wade schließt sich und die Hand bleibt kurz stehen“, sagt Bode. „Dann reicht es schon, nur einmal intensiv auszuatmen und das Pferd ist im Schritt.“In dieser Losgelassenheit treibt der Reiter sein Pferd nun gleichmäßig nach vorne, lässt die Dehnung im Hals und die Nickbewegung zu, sitzt und stellt das Pferd gleichzeitig aber schon feinfühlig in die neue Richtung. „Dann muss er seine Körperspannung etwas erhöhen, indem er sich mehr aufrichtet und das Pferd mit dem neuen inneren Schenkel etwas herantreibt. Er schiebt die innere Hüfte auf der neuen Hand etwas vor, gibt den Schenkelimpuls und lässt das Pferd fließend in den Galopp springen.“

Damit das funktioniert, muss das innere Hinterbein im Schritt schon gut vorfußen, allerdings darf man das äußere dabei nicht außer Acht lassen. Gleichmäßiges wechselseitiges Treiben ist entscheidend, um das Pferd einzurahmen. Denn sonst macht man den Weg frei für ein Ausweichen der Hinterhand. „Es kann helfen, an Travers zu denken“, rät Jannik Bode. „Im Galopp ist die natürliche Bewegung des Pferdes eher travers-ähnlich als schulterherein-ähnlich, wie es im Trab ist. Wenn ich die Vorhand auf die Hinterhand ausgerichtet habe, kann ich die Galopphilfe geben.“ Und damit ist dann der einfache Wechsel geschafft.

Der einfache Galoppwechsel im Detail mit vielen Übungen zur Vorbereitung und zum Einbinden des Wechsels, finden Sie in der Ausgabe 0620, die Sie hier versandkostenfrei bestellen können.