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Tipps für die Silvesternacht

Die Silvesternacht ist mit ihren Raketen, Knallern und Krachern für viele Tierhalter die wohl schlimmste des Jahres. Wer ein paar Tipps beherzigt, kann sie für sein Pferd möglichst sicher und stressfrei machen.

Feuerwerke sind schön anzusehen, doch vesetzen sie Pferde auch schnell in Panik.

Auf gute Nachbarschaft

Sollte in der unmittelbaren Nachbarschaft ihres Reitstalls erwartungsgemäß geböllert werden, suchen Sie rechtzeitig das Gespräch. Versuchen Sie zu vereinbaren, dass die Nachbarn ihr Feuerwerk auf kurze Dauer beschränken und nicht schon Tage vor Silvester Raketen steigen oder Böller explodieren lassen. Viele Menschen wissen nicht, dass Pferde panisch auf das Feuerwerk reagieren. Erinnern Sie Ihre Nachbarn außerdem daran, dass sie Feuerwerkskörper auch wegen der Brandgefahr auf keinen Fall in Richtung Stall richten sollten.

Brandschutz kontrollieren

Schauen Sie, ob die Feuerlöscher in Ihrem Stall fachgerecht aufgehängt und geprüft sind. Wann sie zuletzt geprüft wurden, verrät die Prüfplakette. In der Regel sollte das alle zwei Jahre passieren.

Alles wie immer

Da Pferde sich in ihrer gewohnten Umgebung immer am sichersten fühlen, sollten Offenstallpferde nur im Notfall über die Silvesternacht eingestallt werden und Boxenpferde die Nacht möglichst in ihrer Box verbringen. Auf jeden Fall sollten sie rechtzeitig von Weide oder Paddock dorthin zurück gebracht werden. Stellen Sie sicher, dass alle Zäune, Tore und Türen intakt sind.

Bewegung am Morgen

Bewegen Sie Ihr Pferd an Silvester am besten morgens, dann nämlich ist es noch verhältnismäßig ruhig am Himmel. Ihr Pferd darf sich dabei ruhig auspowern. Im Zweifel geht das besser an der Longe oder im Freilauf als unter dem Sattel.

Schotten dicht

In der Silvesternacht sollten im Pferdestall alle Fenster und Türen geschlossen sein. Das kann laute Geräusche ein wenig dämpfen und verhindert auf jeden Fall, dass sich ein Feuerwerkskörper in den Stall verirrt.

Stallruhe

Viele Stallgemeinschaften haben sich für Silvester auf eine Stallruhe geeinigt. Sobald es zu dämmern beginnt, soll auch der alltägliche Trubel eingestellt sein. Nur derjenige, der Stall und Pferde in der Nacht beaufsichtigt, hat noch Zutritt. So ist garantiert, dass die Türen geschlossen bleiben und niemand sein Pferd noch später am Abend aus dem Stall holt, was immer für ein wenig Unruhe bei den anderen Pferden sorgt.

Mit Licht und Musik

Lassen Sie während der gesamten Nacht das Licht im Stall an und wenn möglich ein Radio laufen. Beides nimmt dem Feuerwerk seinen Schrecken ein wenig, weil plötzliches Aufflackern oder lautes Knallen nicht aus dem Dunkeln oder der Stille heraus kommen. Lassen Sie Licht und Radio so lange an, bis an Neujahr Ruhe einkehrt.

Heu beruhigt

Vor Mitternacht kann eine Extraportion Heu die Pferde ablenken und beruhigen. Kauen reduziert Stress.

Kontrollgänge

Der Stallbesitzer sollte während der Silvesternacht immer mal wieder nach dem Rechten schauen, nach den Pferden aber auch nach dem Heu- und Strohlager.

Sicherheit geht vor

Gehen Sie niemals zu einem panischen Pferd in die Box. Die Verletzungsgefahr dabei ist enorm groß. Besteht keine Gefahr für das Pferd, heißt es: abwarten und ruhig bleiben. Ein ruhiges Umfeld macht es dem Pferd leichter, seinen Schrecken zu verarbeiten.

Mit Globuli

Eine Sedierung vom Tierarzt ist nur in seltenen Fällen nötig. Außerdem stellt das Beruhigungsmittel für das Pferd ebenfalls ein Belastung dar. Alkoholfreie Rescue-Tropfen oder -Globuli aus der Apotheke können dem Pferd schon helfen, die Knallerei gelassener wegzustecken.

Notfall-Nummern

Für den Ernstfall sollten Sie die Telefonnummer eines Tierarztes im Notdienst parat haben. Auch die Telefonnummern aller Einstaller sollten griffbereit liegen.

Reiter Revue International wünscht Ihnen und Ihren Pferden eine möglichst angenehme Silvesternacht und für das neue Jahr alles Gute und viel Glück!