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Leseprobe aus der September-Ausgabe

Kondition verbessern beim Pferd – gut in Schuss

Ein ausgiebiger Ausritt, das erste L-Springen, eine Vielseitigkeit oder ein Wochenende mit Pferd in der Heide – herrlich. Mit der richtigen Vorbereitung wird es das auch. Denn wenn das Pferd fit genug dafür ist, bleibt es nachhaltig gesund und motiviert. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Pferd konditionell stärken.

Gutes Konditionstraining ist vor allem eines: abwechslungsreich.

„Lasst uns doch ein Wochenende mit den Pferden in die Lüneburger Heide fahren!“ Ein Satz, der oft viele unvergessliche Momente nach sich zieht: die ganze Vorfreude, die Planung, die Fahrt, wundervolle, endlose Ausritte. Und gar nicht selten: einen Sehnenschaden am Ende der Reise.

Manchmal sind es genau diese vermeintlich harmlosen Vorhaben, mit denen man mit dem Pferd mal aus dem Alltagstrott entfliehen möchte – und sich am Ende doch verschätzt. Weil die Kondition des Pferdes womöglich nicht ausgereicht hat.

Ganz gleich, wie das Vorhaben aussieht – ob es ein ausgiebiger, mehrstündiger Ausritt, die erste L-Dressur, ein L-Springen oder eine A-Vielseitigkeit ist, der Blick auf die Kondition des Pferdes lohnt sich immer. Übrigens auch, wenn dem Pferd beim Reiten schon nach wenigen Runden im Galopp die Puste ausgeht. Dann wird’s Zeit für Konditionstraining. Eine gute Grundkondition sollte jedes Reitpferd haben, um nachhaltig gesund und auch motiviert zu bleiben.

Was ist der Unterschied zwischen Kondition und Ausdauer?

Oft wird der Begriff Kondition mit Ausdauer gleichgesetzt. Tatsächlich gibt es da Unterschiede. Die Ausdauer ist „nur“ ein Teil der Kondition. Zu dieser gehören auch Kraft, Schnelligkeit, Beweglichkeit, aber auch die Koordination spielt eine Rolle. Die Kondition ist der Zustand der körperlichen Leistungsfähigkeit. Wer die Kondition verbessert, verbessert die Vorgänge des Organismus, der Körper des Pferdes kann ökonomischer arbeiten – und langfristig wird er belastbarer.

Die Ausdauer hingegen ist die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegen Ermüdung während einer Belastung und die Regenerationsfähigkeit nach einer Belastung. Sie ist die Grundlage für jedes Reitpferd, wenn es gesund und schonend aufgebaut wurde! Freizeitpferde brauchen genügend Ausdauer für lange Ausritte, Dressur- und Springpferde brauchen sie, um Lektionen oder Sprünge effizienter und technisch besser meistern zu können. Sie können sich länger konzentrieren und besser erholen. Bei Vielseitigkeits-, Distanz- und Fahrpferden steht die Ausdauer sogar im Mittelpunkt.

Die Grundlagenausdauer ist die Basis einer guten Grundkondition, die wiederum ist Basis für ein Training für größere Leistung. In der Regel baut man bei einem Jungpferd oder nach einer längeren Pause die Grundlagenausdauer auf – oder aber man arbeitet daran, weil das Pferd in Windeseile aus der Puste ist und die Ursache dafür in zu wenig Training liegt.

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Wie trainiert man die Ausdauer? Wie lang, wie oft und wie viel muss ich denn nun trainieren? Wie sollte ich das Ausdauertraining gestalten? Bei welchen Werten bewegt sich mein Pferd im aeroben oder anaeroben Bereich? Und wir erkenne ich, ob ich beim Ausdauertraining noch im grünen Bereich oder schon darüber hinweg bin? Antworten auf diese Fragen gibt Tierärztin und Expertin für Leistungsdiagnostik, Stephanie Horstmann in unserer aktuellen September-Ausgabe, die Sie hier versandkostenfrei bestellen können.