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Leseprobe aus unserer September-Ausgabe

Fokusthema: Gesunde Dehnung fürs Pferd

Jeder Sportler weiß um die Notwendigkeit, Muskeln gut zu dehnen. Die Dehnungshaltung beim Pferd ist dabei nicht alles. Wie Dehnen wirklich sinnvoll ist, erfahren Sie in unserer September-Ausgabe.

In der Lösungsphase ebenso wie zur Entspannung in der Arbeitsphase: lockere Dehnungshaltung in Längsbiegung.

Warum eigentlich dehnen?

Wer schon einmal Yoga gemacht hat, weiß, wie gut es tut: Gefühlt jeden Muskel des Körpers einmal zu dehnen, macht locker, lindert Verspannungen und löst so manches Wehwehchen im Rücken oder in den Gelenken. Und es macht den Muskel munter. Er wird durchblutet und ist fähig, zu arbeiten.

Dehnung ist allerdings nicht gleich Yoga. „Beim Yoga spielt ja auch die Atmung eine entscheidende Rolle“, beschreibt Pferde-Osteotherapeutin und -Physiotherapeutin Claudia Schebsdat und liefert damit das Argument, warum das Dehnen beim Pferd nicht mit Yoga gleichgesetzt werden kann. „Ich beeinflusse die Atmung des Pferdes bei der Behandlung zwar aktiv mit Hilfe von Brustbein- und Zwerchfelltechniken“,erklärt die Expertin. Dies funktioniert allerdings nicht in Kombination mit Dehnung.

Stretchen bitte!

Schon das morgendliche Strecken ist für Mensch und Tier ein gern genutztes Mittel, um die Durchblutung anzukurbeln und die Beweglichkeit zu verbessern. Das ist im Prinzip nichts anderes als das Dehnen. Viele Pferde machen es regelmäßig, wenn sie aus der Box kommen. Die Vorderbeine nach vorne leicht ausstrecken, sich im Brustkorb nach unten absenken, die Kruppe in die Höhe recken. „Oder auch die Hinterbeine nach hinten rausstrecken“, beobachtet Claudia Schebsdat und ergänzt: „Manche Pferde machen auch einen richtigen Katzenbuckel.“ Und damit zeigen sie im Grunde schon, wie wichtig Dehnung in ihrem Leben ist.

„Jede Dehnung eines Muskels sollte man langsam aufbauen“, macht Claudia Schebsdat deutlich und erklärt, warum: „Dadurch, dass man Stück für Stück einen Längenreiz setzt und diesen über einen gewissen Zeitraum von rund 20 Sekunden hält, bekommt der Muskel das Signal zu entspannen. Würde er die extreme Straffung in Anspannung halten, würden die Fasern überstrapaziert und dem Druck nicht standhalten.“ Dehnung sorgt also für Entspannung. Allerdings nur, wenn man langsam dehnt, denn wer zu schnell ist, erreicht das genaue Gegenteil: „Der Muskel zieht sich zusammen, um dem Reiz zu entkommen, verspannt und es kommt zum Muskelkrampf. Von Dehnung ist dann nichts mehr zu spüren“, erklärt die Expertin.

Was gute von falscher Dehnung unterscheidet, welche Voraussetzungen es für eine gesunde Dehnung braucht und welche Möglichkeiten es gibt, das Pferd vom Boden aus zu dehnen, um es beispielsweise optimal aufs Training vorzubereiten, lesen Sie im Fokusthema unserer September-Ausgabe. Das Heft können Sie hier versandkostenfrei bestellen.