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Leseprobe aus der Oktober-Ausgabe

Im Portrait: Vielseitigkeitsreiterin Anna Siemer

Vielseitigkeitsreiterin Anna Siemer ist ein Wirbelwind. Junge Pferde ausbilden, ältere im großen Sport vorstellen, zwei Kinder, ein Haushalt – all das bekommt die 37-Jährige unter einen Hut. Lebendig, quirlig, mit allen Sinnen im Hier und Jetzt, bewegt sie viel – nicht nur im Stall.

Anna Siemer mit ihrem Pferd Corragio, aka Flummi.

Ich fahre jetzt los. Um 13 Uhr bin ich wieder hier. Wenn ich wiederkomme, möchte ich Lilly reiten.“ Anna Siemer liebt klare Worte. Und Strukturen. „Ich reite viel besser, seit ich Kinder habe. Weil ich im Stall strukturierter bin“, sagt die blonde Reiterin und in ihrer Stimme schwingt ein Lachen mit. „Um 15 Uhr fällt für mich der Hammer. Dann ist Kinderzeit. Auch, wenn dann was liegenbleibt.“

Hier sei alles eine Team-Leistung, erklärt Anna Siemer und mit „Hier“ meint sie ihren Stall, den sie am Ausbildungszentrum in Luhmühlen betreibt. „Das ist grundsätzlich bei jedem Reiter so. Aber als Mama gilt das noch einmal mehr. Da kann ich nur begrenzt im Stall sein und bin völlig abhängig von meinem Team. Ich bin die selbstständige Anna Siemer und ich bin die Halbtagskraft. Ich habe keine 14 Pferde – das könnte ich gar nicht schaffen! WIR haben 14 Pferde. Wenn ich um acht Uhr morgens in den Stall komme, steht das erste Pferd schon fertig gesattelt da. Die Mädels fangen um sechs Uhr an.“

Das würde Anna Siemer auch gerne machen. Aber sie bringt morgens ihre beiden Kinder, den sechsjährigen Henry und die dreijährige Carlotta in den Kindergarten. Henry kommt jetzt in die Schule. „Das wird noch mal spannend. Dann haben wir andere Zeiten.“

Gut gemanagt

Das, was andere als einen Spagat bezeichnen – Kinder und Reitsport-Karriere – sieht Anna Siemer als Bereicherung. „Kinder sind großartig! Jeder sollte Kinder haben. Kinder und Pferde – dafür würde ich gerne Werbung machen. Im Stall ist ohnehin jeder Tag anders. Schmied, Tierarzt, Turniere, Proberitte von Kaufinteressenten – Kinder sind nur eine Variable mehr. Viele Reiterinnen sagen, ‚jetzt habe ich gerade ein gutes Pferd unter dem Sattel, jetzt will ich keine Kinder.‘ Das ist so schade! Das Pferd kann am nächsten Tag lahm sein. Das weiß jeder Reiter.“ Wenn bei Anna Siemer mal ein Turnierstart ausfällt, dann fährt sie mit den Kindern stattdessen eben in den Tierpark. Aber anschließend zieht es sie natürlich wieder in den Stall.

Wie Vielseitigkeitsreiterin Anna Siemer lebt, wie ihr Alltag mit den Pferden aussieht und warum es sie einst von Warendorf nach Luhmühlen verschlug, lesen Sie im großen Exklusiv-Portrait in der Oktober-Ausgabe der Reiter Revue, die Sie hier versandkostenfrei bestellen können.