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Leseprobe aus der Juni-Ausgabe

Bloggerin und Podcasterin Juliane Barth: „Krass, was man zusammen erreichen kann“

Juliane Barth brennt für die Vielseitigkeit. Am liebsten möchte sie alle Reiter damit anstecken. Dafür wird sie als Julis Eventer zum medialen Tausendsassa. Ein Ausschnitt des Interviews unserer aktuellen Reiter Revue …

Juliane Barth bei einer Podcast-Aufnahme. Auf der anderen Seite der Leitung: Top-Reiter aus der Vielseitigkeit.

Juliane, wie verrückt muss man eigentlich sein, um Vielseitigkeit zu reiten?

(lacht) Och doch, ziemlich verrückt! Ich glaube, wenn man in den kleinen Klassen reitet, will man das einfach mal ausprobieren. Ich bin da ja auch reingerutscht, weil meine Mama Vielseitigkeit geritten ist und ich bei ihr immer mitgelaufen bin. Aber für mich ist die Faszination vor allem der familiäre Aspekt. Die Vielseitigkeitsleute sind wie eine Familie und das macht den Suchtfaktor aus. Und ich finde auch, in der Vielseitigkeit führt man mit dem Pferd eine völlig andere Beziehung, als wenn man alle drei Wochen mal eine Springprüfung reitet. Glaube ich.

Warum denkst du, ist die Beziehung anders?

Einfach weil man anders trainieren, ein anderes Vertrauen aufbauen muss – gerade als Amateur. Im Zweifel muss ich mich auf mein Pferd verlassen können in einem Moment, in dem ich vielleicht nicht 110 Prozent das Perfekte gemacht habe. Da muss ich wissen: Okay, der wird mir den Arsch retten.

Den Buschis sagt man oft nach, sie seien die Coolsten. Woher kommt diese Lässigkeit?

Natürlich sind wir die Coolsten! Ich glaube, es hat zwei Gründe. Zum einen ist man demütiger als Reiter, weil man genau weiß, wie der Sport ist und dass so viel dazu gehört, um überhaupt mal da oben zu stehen. Da gehört unheimlich viel Disziplin dazu und auch ein bisschen Glück. Als Springreiter oder Dressurreiter reitest du eine Prüfung, klappt die gut, bist du oben. In der Vielseitigkeit gehört ein bisschen mehr dazu. Zum anderen verbringt man als Vielseitigkeitsreiter mit dem Pferd sehr viel mehr Zeit auf dem Turnier, allein schon, weil man drei Prüfungen hat. Selbst wenn man die an einem Tag hat, ist man von früh morgens bis spät abends unterwegs. Oder man ist das ganze Wochenende unterwegs.

Als festes Gespann unterwegs: Juliane mit ihrer Mama Doritt, Baroness alias Nessi und Hündin Cara.

Du reitest selbst internationale Prüfungen – nimm uns mal mit auf die Reise durch die Achterbahn der Gefühle.

Erst mal die ganze Orga vor dem Turnier: Wie bringe ich mein Pferd in Top-Form? Wo übernachte ich? Die ganze Vorbereitung ist schon aufregend. Wenn ich dann die Dressur hinter mir habe, schnaufe ich das erste Mal durch, ab da kommen nur noch die guten Sachen.

Verstanden. Auf die Dressur könntest du gut verzichten ...

Ich weiß, wie viel die Dressur heute wert ist. Das war früher völlig anders. Du musst eine gute Dressur reiten und das hängt von so vielen Faktoren ab. Bei meinem letzten internationalen Turnier durften die Reiter aus der langen Zwei-Sterne und der Drei-Sterne-Prüfung schön auf so einem tollen Sandplatz reiten. Am Tag vorher konnte ich dort auch abreiten und Nessi lief wie ein Glöckchen. Und wo war meine Prüfung? Auf einer Gras-Buckelpiste! Von außen sah das Viereck wirklich gut aus, aber wenn man da drauf geritten ist, nee, das war echt buckelig …

Über den Suchtfaktor Busch, Familienbande, Buckelpisten im Viereck und nächtliche Telefonate mit Mikrofon geht’s in unserem Gespräch mit Bloggerin, Podcasterin und Vielseitigkeits-Botschafterin Juliane Barth. Das komplette Interview sowie ein Überblick über unsere Pferde-Podcast-Lieblinge lesen Sie in der Juni-Ausgabe, die Sie hier versandkostenfrei bestellen können.