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Weltcup-Finale: Beezie Madden macht das Ding

Beezie Madden und Breitling sind die Sieger des Weltcup-Finales. Von der ersten Prüfung an präsentierten sie sich souverän. Über Platz zwei freute sich Devin Ryan aus den USA. Henrik von Eckermann und Mary Lou beendeten das Finale auf Rang drei.

Der Siegesflug von Beezie Madden und Breitling. "Eine verdiente Siegerin", freute sich Bundestrainer Otto Becker für die Amerikanerin.

Paris/FRA – Beezie Madden und Breitling sind die neuen Sieger des Weltcup-Finales. Wie im Vorjahr geht der Titel damit nach Amerika. Schon im ersten Umlauf bewies Madden Nerven und Können. Zwar touchierte der zwölf Jahre alte Quintero-Acord II-Sohn mal eine Stange, aber einen Abwurf leistete er sich nicht. Null Fehler vor der finalen Entscheidung. Das war für die 54-jährige US-Amerikanerin die perfekte Ausgangslage, um ihren zweiten Weltcup-Sieg nach 2013 nach Hause zu holen. Spannend machte sie es im letzten Umlauf noch einmal, als eine Stange in den Sand fiel. Die Zuschauer hielten den Atem an, ehe nach dem letzten Hindernis frenetischer Applaus ausbrach. Absolut verdient, lautete die einhellige Meinung! Dem stimmte auch Bundestrainer Otto Becker zu: "So wie sie die vergangenen Tage geritten hat, ist sie die verdiente Siegerin."

Beezie Madden und ihr vermögender Breitling LS

Den amerikanischen Doppelerfolg machte Devin Ryan perfekt. Mit zwei fehlerfreien Runden im Finale sicherte er sich Platz zwei – mit dem jüngsten Pferd aller Teilnehmer. Eddie Blue ist erst neun Jahre alt, aber schon seit einigen Jahren bei seinem Reiter, der in der Vergangenheit durchaus für negative Schlagzeilen gesorgt hat. So war er gesperrt, weil 2015 an den Vorderbeinen seines Pferdes verdächtige Spuren gefunden worden waren.

Devin Ryan und das jüngste Pferd im Weltcup-Finale: Eddie Blue

Auch der Schwede Henrik von Eckermann, der vor dem Finale auf dem zweiten Platz lag, patzte im ersten Umlauf nicht. Seine Stute Mary Lou zeigte einmal mehr ihre Klasse. Im zweiten Umlauf passierte er dann aber, der unbedingt zu vermeidende Fehler. Von Eckermann darf sich somit wie im Vorjahr über Platz drei freuen.

Henrik von Eckermann und die Stute seines Lebens: Mary Lou.

"Nun können wir mit einem guten Gefühl nach Hause fahren", zeigte sich Daniel Deußer versöhnt. Am Freitag hatte er eine Distanz völlig falsch erwischt und musste seinen 15 Jahre alten Cornet d'Amour daher aus der Kombination ziehen. Am Sonntag klappte alles wie am Schnürchen. "Ich hätte einfach besser reiten müssen am Freitag. Wer hier gewinnen will, darf sich wirklich nichts erlauben", bilanzierte er. Am Ende war es Platz acht für ihn und seinen Cornet d'Amour.

Daniel Deußer und Cornet d'Amour blieben im ersten Umlauf Null.

Marcus Ehning und Cornado NRW kamen im ersten Umlauf nicht ohne Abwurf durch die Dreifache. Vier Strafpunkte und damit Platz 16 vor der zweiten Runde. Im abschließenden Umlauf konnte Ehning sich noch einmal verbessern. Mit einem frischen, kraftvoll auftretenden Cornado zeigte er eine fehlerfreie Runde. "Das hat mächtig Spaß gemacht", freute er sich über den sicheren Auftritt des Hengstes. "Ich ärgere mich nur nach wie vor, dass ich es am Freitag vergeigt habe. Es wäre mehr drin gewesen." Auch Otto Becker bestätigte seinen beiden Reitern, dass sie am Finaltag noch einmal "sehr gut waren" und blickte voraus: "Wie gut die beiden Pferde das am letzten Tag durchgezogen haben, lässt hoffen für die nächsten Monate."

Marcus Ehning und Cornado NRW beim Weltcup-Finale. Seit 2001 war der Borkener jedes Jahr beim Weltcup-Finale dabei.

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