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Leseprobe aus der März-Ausgabe

Monty Roberts: Was er in der Pferdewelt in den vergangenen 30 Jahren bewirkt hat

Seit mehreren Jahrzehnten wird mit dem Namen Monty Roberts das „Pferdeflüstern“ verbunden. Von vielen bewundert, von anderen belächelt. Doch wer ist Monty Roberts? Wir haben ihn in Hessen getroffen.

Das große Interview mit Monty Roberts in der März-Ausgabe der Reiter Revue.

"Es ist mir eine Freude, Sie zu treffen“, sage ich und reiche Monty Roberts die Hand. „Nehmen Sie diese Freude mal zehn und Sie wissen, wie sehr ich mich freue, Sie zu treffen“, antwortet er. Ich muss lachen. Er ist offen, charmant, völlig übertrieben. Gleichzeitig wirkt er mit seinen 84 Jahren längst nicht mehr so stark wie einst, als er vor rund 30 Jahren Europa als Pferdeflüsterer eroberte. Vielmehr umgibt den Amerikaner die Aura eines Lehrenden, der sein Lebenswerk vollendet hat und sein Wissen mehr und mehr in die Hände seiner Nachfolger legt. Doch was ist es, das Monty Roberts der Reitsportwelt hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten vermittelt hat? Kritiker sehen in ihm einen Showmann, der seine Karriere auf dem aufbaute, was in vielen Regionen der USA unter den Cowboys schon lange vor seinem Weltruhm praktiziert wurde. Hiesige Reitsportprofis konnten die Begeisterung, die Ende der 90er Jahre begann, nicht so recht teilen. Wer sich mit Pferden intensiv auseinandersetzt, wird durch das Aufbauen von Vertrauen in der Lage sein, Probleme zu lösen. Für diese Erkenntnis brauchte es keinen Monty Roberts. Trotzdem brachte der Mann aus Kalifornien ein Rad ins Rollen: die Kommunikation der Pferde untereinander für das Training mit ihnen zu nutzen. Hier, an einem Samstag in der hessischen Kleinstadt Grünberg, will er einer kleinen Zuschauergruppe zeigen, was es damit auf sich hat. Vorab treffe ich den Mann, dessen blaues Hemd mit dem roten Halstuch sein unverkennbares Markenzeichen ist, zum Interview.

Monty, Sie sind in Deutschland bekannt als „der Pferdeflüsterer“. Wie würden Sie selbst Ihre Methode, mit Pferden zu arbeiten, beschreiben?

„Ich flüstere nicht. Diese Bezeichnung ist irreführend. Ich nenne meine Arbeit schlicht Join-up, was so viel bedeutet, wie ‚sich freiwillig melden‘. Als ich sieben Jahre alt war, also im Jahr 1942, machte ich es zum ersten Mal. Mein Vater schlug mich dafür und war wütend, weil er die Methode für Blödsinn hielt. ‚Wenn du das machst, werden die Pferde dich killen‘, sagte er. Dabei war er es, der mich verletzte, nicht die Pferde.“

Aber wie kamen Sie darauf, dass es funktionierte? Sie sind sicherlich nicht morgens aufgewacht und dachten: Heute probiere ich es mal so.

„Mein Vater wollte mich lehren, Pferde anzureiten – auf seine Art. Wir hatten auf unserem Gelände 25 Areale voller wilder Mustangs. Man musste extrem vorsichtig sein. Als ich eines Tages fütterte, schaute mich eines der Pferde an und kam zögernd auf mich zu. Es machte wieder kehrt und kam wieder auf mich zu. Ich fragte mich, was hier passiert. Als dieses Pferd in eines der kleineren Areale lief, schloss ich das Tor. Wir waren allein dort drinnen. Und ich beobachtete, wie es sich verhielt. Ich verstand, was ich tat, um ihm das Signal zu geben, sich mir anzuschließen. Es war keine Idee, die in mir gewachsen ist. Das Pferd hat es mich gelehrt. Es ist seine Sprache. Später erst stellte ich fest, dass man es auf alle Pferde übertragen kann und es hilft, mit ihnen zu kommunizieren. ...

Das komplette Interview lesen Sie in der neuen Ausgabe der Reiter Revue, die Sie direkt versandkostenfrei hier bestellen können.

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