Zucht

„Der Hengstverkauf soll so transparent sein wie möglich“

Landgestüt Dillenburg
Im Landgestüt Dillenburg wickelt man zur Zeit den Verkauf der Hengste ab. Foto: J. Reumann

Einige Hengste aus dem Bestand des Dillenburger Landgestüts sind bereits verkauft. Für vielversprechende Vererber wurden noch keine Käufer ermittelt. Franziska Richter vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Interview.

Dillenburg – Franziska Richter, die stellvertretende Pressesprecherin vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erklärt im Interview, wie der Verkauf der Dillenburger Landbeschäler abläuft und berichtet, wie der Stand der Dinge ist.
 
Nach welchen Gesichtspunkten wählen Sie die Käufer der Hengste aus?
Da der Hengstverkauf so transparent wie möglich gestaltet werden soll, konnten alle Interessierten bis Ende Oktober schriftliche Angebote für die einzelnen Hengste abgeben. Ausschlaggebend für den Verkauf ist nicht allein der Preis, sondern auch die künftige Unterbringung, Haltungsform und Nutzung der Hengste. Inzwischen liegen für sechs Hengste qualifizierte Angebote vor, für die Kaufverträge ausgefertigt wurden. Für diese Tiere, für die angesichts ihres Alters von 15 bis 24 Jahren nur verhältnismäßig geringe Verlaufserlöse zu erwarten waren, stand der Anspruch auf einen geeigneten Altersplatz mit Auslaufhaltung im Vordergrund.
Für die übrigen fünf zum Verkauf stehenden Hengste liegen teilweise bereits Angebote vor. Einzelne Hengste wurden auch bereits besichtigt und probiert, die Verhandlungen laufen jedoch noch. Kaufverträge wurden für sie bisher aber noch keine erstellt.

 
Einige der weniger attraktiven Hengste haben bereits den Besitzer gewechselt, die voraussichtlich höherpreisigen Tiere allerdings noch nicht. Warum nicht?
Für die höherpreisigen Hengste muss der jeweils beste Käufer gefunden und nach Möglichkeit der geschätzte Preis erzielt werden. Dies kann sich über längere Zeit hinziehen als der Verkauf eines Althengstes, bei dem es mehr um den tiergerechten Altersplatz geht als um den Verkaufspreis. Einzelne jüngere Hengste haben zunächst kleine Verletzungen auskuriert und sollen erst dann angeboten werden, wenn sie sich in optimalem Gesundheits- und Trainingszustand befinden. Erst dann kann auch mit konkreten Kaufangeboten gerechnet werden. 
 
Warum gibt es für Interessenten der Hengste Confidento und Derano eine längere Bewerbungsfrist?
Die genannten Hengste haben ihre Verletzungen auskuriert, so dass wieder mit leichter Arbeit begonnen werden kann. Die Interessenten und auch die Öffentlichkeit müssen wir um etwas Geduld bitten, im Sinne der Pferde.  
 
Wie prüfen Sie, wie die Hengste künftig untergebracht sein werden?
Entscheidend ist die Einschätzung auf Verkäuferseite, ob die Voraussetzungen hinsichtlich Unterbringung, Haltung, Handhabung und Nutzung der Hengste gegeben sind. Es soll kein Hengst auf eine „Durchgangsstation“ abgegeben werden, von der er dann möglicherweise in Kürze weiterverkauft wird. 
 
Zu welchen Preisen haben die schon verkauften Hengste den Besitzer gewechselt?
Der Veräußerungserlös für die überwiegend älteren Hengste beläuft sich auf insgesamt rund 20.000 Euro.
 
Bis wann werden alle Hengste verkauft sein?
Das kann nicht vorhergesagt werden.
 
Was passiert mit den Hengsten, für die es kein geeignetes Gebot gibt?
Die Tiere bleiben so lange in Dillenburg, bis ein geeigneter Käufer gefunden wurde.


Mehr Informationen zur Situation in Dillenburg gibt es hier.

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