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Angekommen. Der erste Tag in Göteborg – BLOG

Von den Katakomben von Göteborg, Eisfüßen und einem Springreiter, der aus Langeweile fernsieht.

Göteborg/SWE – Das war er also, mein erster Tag bei einem Weltcup-Finale. Der erste Tag in Göteborg. Und dieser Tag hat mittlerweile 18 Stunden, denn der Flieger ging früh. Aber einmal in der großen Göteborger-Arena, dem Scandinavium, angekommen, ist das völlig egal. Denn das Ambiente hier macht alles wett. Mehr als 11.000 jubelnde Schweden nach einem fehlerfreien Ritt, zaubern einem unweigerlich ein Lächeln ins Gesicht. Die Begeisterung für den Reitsport ist greifbar. Man atmet sie in der Halle förmlich ein und das Scandinavium kocht, vor allem wenn der einzige Schwede im Weltcup-Finale Springen einreitet. Sie werden ihn kennen: Henrik von Eckermann, seit Jahren Bereiter im Stall Beerbaum. Und gerade weil ihn alle kennen, darf er Interviews in drei Sprachen geben. Erst Englisch, dann Schwedisch, dann Deutsch. Als ein wahres Sprachtalent erweist von Eckermann sich in der sogenannten „Mixed-Zone“ in der Reiter und Journalisten sich unmittelbar nach der Prüfung treffen können.

Springreiter Niklas Krieg erklärt währenddessen, dass er, um die Wartezeit bis zum nächsten Ritt tot zu schlagen, gerne ein wenig fernsieht. Wenn man nur ein Pferd am Tag reiten darf, bleibt Langeweile wohl nicht aus. Und für Sightseeing war das Wetter heute viel zu schlecht. Es regnete in Strömen. Trockenen Fußes kam man vom Presse Center übrigens nur in die Halle, wenn man sich auf den Weg durch die Katakomben des Scandinaviums gemacht hat. In diesen Katakomben liegt auch der Abreiteplatz. In einer Halle, die eigentlich eine Eisfläche ist. Wobei was heißt eigentlich? Die Eisfläche ist unter dem Sandboden, auf dem die Pferde springen. Und das merkt jeder Zuschauer schnell. Kalte Füße gibt es am Abreiteplatz gratis. Wen wundert es da, dass Patrik Kittel, während er seine Frau Lyndal Oatley coacht, nicht aufhören kann zu niesen. „Ich reite mich gleich warm“, lässt sich der Schwede vom Erkältungsanflug aber nicht verunsichern. Morgen soll das Wetter besser werden. Vielleicht ja die Chance, um die Stadt zu erkunden. Denn erst abends können die Springreiter wieder für die Abschlusswertung im Weltcup-Finale punkten. Göteborg soll ja schön sein ... -saw-  

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