TV-Sendung über Gelenk-Chips

Gelenkserkrankung
Im Fernsehen wird demnächst über die Notwendigkeiten von Chip-Operationen berichtet.

Der Tierarzt Dr. Marc Cronau von der Tierärztlichen Klinik für Pferde in Bochum ist bei der Medizinsendung im Fernsehprogramm "Das Vierte" der Experte, wenn es um Gelenk-Chips bei Pferden geht ...

Bochum (Pressemitteilung/coh) - Wenn Knochen-"Chips" auf dem Röntgenbild eines Pferdes zu sehen sind, fällt nicht selten der  Wert des Tieres und viele denken an eine sofortige Operation, manchmal schon, obwohl das Pferd nicht lahmt. Nun wird eine Fernsehsendung bei "Das Vierte" angekündigt, während der es um solche Gelenk-Chips geht. Der angekündigte Experte wird Dr. Marc Cronau von der Tierärztlichen Klinik für Pferde in Bochum sein.

Chips sind teilweise von Knorpel überzogene kleine Knochenteilchen und gehören zum Erkrankungskomplex der sogenannten OCD (Osteochondrosis dissecans), einer häufig genetisch bedingten Gelenkserkrankung des wachsenden Pferdes im Zuge der Skelettentwicklung. Sie bleiben entweder unbeweglich an einer Stelle des Gelenks liegen oder bewegen sich und werden dann auch als „Gelenkmaus“ bezeichnet. Gerät ein Chip im Gelenk des Pferdes zwischen die Gleitflächen der Gelenkknorpel und verklemmt, entstehen erhebliche Knorpelschäden, deren Regeneration Monate dauern kann. Besonders häufig sind das Fesselgelenk, Sprung- und Kniegelenk betroffen. Vorbeugende Röntgenaufnahmen bei jungen Pferden können Chips frühzeitig sichtbar machen, denn häufig werden die Befunde erst beim ausgewachsenen Pferd entdeckt, entstehen aber bereits im Alter zwischen ein und zwei Jahren. Erste Anzeichen sind Schwellungen, oft können aber Jahre vergehen, bis Symptome wie Lahmheit, Steifheit oder eine massive Entzündung/Reizung des Gelenks bis hin zur Arthrose auftreten. Werden Chips im Röntgenbild eindeutig festgestellt, sollte die medizinische Notwendigkeit eines Eingriff in Betracht gezogen werden.


Wann aber eine Operation sinnvoll ist, steht in der Diskussion. Nicht alle jungen Pferde fangen damit an zu lahmen oder haben Schmerzen. In der Pressemitteilung steht: "In den ersten zwölf Lebensmonaten ist das Knorpelwachstum am stärksten aktiv und ein Gelenkchip kann spontan enstehen, aber auch wieder vom Körper resorbiert werden oder aus dem Zentrum des Gelenks wieder in die Randbereiche wandern. So kann der Befund auch von allein wieder verschwinden – und die teure OP wird überflüssig!"


Mehr dazu im TV: „Neues aus der Medizin“ – am Sonntag, 15. April 2012 um 19 Uhr bei „Das Vierte“ oder als Wiederholung am darauffolgenden Freitag um 17.30 Uhr.

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Schlagworte

Chips, Gelenk, Bochum, Vierte, Pferde, Pferdes, Marc, Cronau, Klinik, Experte

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