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Hilfe. Nach Zahnarztbehandlung will Stute will kein Heu mehr!

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  • Hilfe. Nach Zahnarztbehandlung will Stute will kein Heu mehr!

    Hallo zusammen,

    villeicht kann uns jemand die Sorge nehmen? nach Zahrztbesuch frisst unsere Stute schon dritte Woche kein Heu mehr.. eigentlich mittlerweile gar nichts mehr.. Nun von Anfang an... Unsere Stute, lettisches Kaltblut, ist zwar 21 jahre alt, aber gesund, kräftig, fit, gut ernährt, sehr gut reitbar usw. Zumindes bis jetzt. Da wir dachten, dass eine Zahnbehandlung wegen des alters sowieso an der Zeit wäre, sie hat tatsächlich etwas weniger Heu gefressen, als ihre vergleichbaren "Kollegen", haben wir einen Termin bei der empfohlenen "spezialisierten" Zahnärztin gemacht (ATP & IGFP mitglied etc). Sie kam mit ihren Gerätschaften und hat sage und schreibe 1 Stunde an den Zähnen geschliffen und gefeilt. Erst waren wir sehr zufrieden, weil sie schien sich Zeit zu nehmen und es gründlich zu machen. Wir haben selbst gesehen, die Stute hatte Verletzungen an der Innenwange wegen der scharfen Haken an den Backenzähnen. Also waren wir rund um zufrieden. Sie sagte es könnte paar Tage dauern, bis sie normal frisst. Die ersten Tage hat sie schlecht gefressen, wir haben uns keine Sorgen gemacht.. dann verging eine Woche. Sie hörte komplett auf Heu zu fressen, dann frass sie auch kein Rüberschnitzelbrei mehr. davor war sie immer davon begeistert. Auch keine geschnittenen Karotten. Nur gequetschten Hafer und Pellets hat sie gern gegessen. Als sie auch in der zweiten Woche kein Heu mehr gegessen hat, habe ich die Zahnärtin kontaktiert. Mit "gar kein Heu" meine ich.... hin und wieder mal nimmt sie paar Häpchen Heu zur sich, aber vorsichtig und lagsam... aber dann hört sie wieder auf! Heunetz hängt auch am nächten Tag voll da. Wenn sie Heu auf den Boden bekommt, ist es irgendwann weg gatrempelt, gegessen hat sie so gut wie gar nichts. Dann fällt auf, dass sie ständig Ihre Ohren nach hinten hat, ist sehr agressiv zu den Nachbarpferden und zwar permanent, das war sie vorher nicht. Ein sehr liebes ruhiges Pferdchen war es. Wie gesagt, ich rief die Ärtztin an, sie kam auch recht kurzfristig. Sie hat wieder etwas an den Zähnen nachgefeilt, und sagte nun wäre es perfekt an den Zähnen lege es nicht. Drei Tage später kam sie mit Ihrer Kollegin Heilpraktikerin und Osteopathin. Diese hat das Pferd abgetastet, auch am Kiefer und am Kopf. Sie meinte nichts gefunden zu haben, außer eine Apetittblockade, die sie gelöst hätte... Als die Stute in die Box kam, hat sie tatsächlich etwas Heu zu sich genommen (2-3 Happen)... Die Ärztinen haben sich gefreut, es wäre alles wieder gut!!! Dann hatte sie angefangen das Gekaute auszuspuken ... und dann wieder nichts gegessen... dann meinten sie... sie wussten nicht, was sie noch machen könnten, mit Kiefer wäre alles ok und mit Zähnen auch! Wir sollten der Stute paat tage Zeit geben!!!

    Nun bin ich verzweifelt. Die Stute nimmt mittlerweile ab. heute hat sie wieder nicht gegessen. bei den pellets ist es ganz komisch.. sie stürtzt sich darauf ... kaut und kaut .. aber bekommt irgendiwe nicht herunter.. nach 20 min waren 70% pellets immer noch im Eimer... Wir versuchten heute mit Heucops... erst versuchte sie zu essen, dann lehnte sie ab und fasst es nicht mehr an! Wir haben schon dritte Woche nach der Behandlung.. kein Heu, keine Heucops... kein Rübenschnitzelbrei...Obst und Möhren auch nicht!! Warum isst sie nicht? Durchfall oder Fieber hat sie nicht, so dass es vielleicht ein Virus wäre... Morgen rufe ich auf jeden Fall unseren normalen TA an, er soll dringend was machen!! Wenn wir Probleme mit dem Darm bekommen, weil er seit Wochen kein vernünftig Strukturfutter bekommt, dann wird es noch schlimmer!!

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen? Ist jemand kompetent genug zu erahnen, was das Pferd für ein Problem hat? Hat die Ärtin doch zu viel abgeschliffen und will es nicht zugeben? 1 Std mit dem Mundspanner, ist es nicht etwas zu lange??? ist am Kiefer vielleicht was kaputt? Schmerzen im Hals?

    Grüße
    Last edited by horseheaven; 06.02.2017, 23:11.

  • #2
    Hallo Horseheaven,
    zunächst einmal: 1 Stunde Behandlung an einem Pferd, das offenbar ewig keinen Dentisten am Maul hatte ist nicht zu lang. Auch ein Maulgatter über diesen Zeitraum können Pferde unter Sedierung eigentlich aushalten. Ich finde es auch gut, daß Du eine zertifizierte Dentistin geholt hast und keinen normalen TA, die sowas "auch mitmachen" können. Trotzdem kann es tatsächlich passieren, dass sie an einer Stelle zu weit geschliffen oder grundsätzlich gleich zu viel weggenommen hat, so daß der Unterschied zum Zustand vor und jetzt nach der Behandlung Deiner Stute extreme Probleme beim Kauen bereitet. Durch den veränderten Zustand des Gebisses kann sich beim Kauen ein Zahn gelockert haben, das Kiefergelenk kann entzündet sein etc. etc. 3 Wochen lang das Futter zu verweigern ist natürlich nicht normal und darf nicht passieren.
    Und ja - wenn Ärzte einen Fehler gemacht haben, möchten sie es ungern zugeben. Es geht schließlich um ihren Ruf.
    Ich musste das selbst bei meinem früheren Dentisten erfahren (und der war 1x/Jahr an meinen Pferden).
    Ich würde einen zweiten Dentisten (frag doch mal Deine Stallkollegen oder auch Deinen normalen TA nach einer Empfehlung) kommen lassen. Wichtig ist, daß dieser 2. Dentist nicht mit der ersten eng zusammenarbeitet, sondern unabhängig ist. Alternativ arbeiten viele Tierkliniken mit guten Dentisten zusammen. Hör Dich einfach mal bei Kliniken in Deiner Nähe um.

    Bedauerlicherweise ist das für Dich mit weiteren Kosten verbunden und für Deine Stute bedeutet es wieder eine Sedation und Maulgatter. Aber dann erfährst Du hoffentlich die Ursache des Problems.

    An einen Virus o.ä. glaube ich nicht.

    Aus welchem PLZ-Gebiet kommst Du? vielleicht kann Dir hier jemand einen Fachmann empfehlen?

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    • #3
      vielen dank Vico für deine Anwort. Wir kommen aus der Nähe Stade. Unser TA war heute da und hat für zwei Tage Schmerzmittel verschrieben. Womöglich hat sie noch Schmerzen im Kiefergelenk. Ansonsten hat er auch ncihts gefunden. Do sollen wir dann weitersehen.

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      • #4
        Hi,
        das hört sich aber nicht schön an....
        Prinzipell war es ja schon eine gute Idee bei einem älteren Pferd nach den Zähnen schauen zu lassen auch die Idee mit der Ostheopathin war nicht schlecht (mein altes Pony ist nach einer Zahn-OP immer wieder wie besoffen gelaufen, da war der oberste Halswirbel vom Liegen/vom Maulgatter verschoben).
        Was mich stutzig macht, dass sie sich vom Wesen so verändert hat? Meinst du sie hat allgemein Schmerzen? GGf Schmerzmittel (Achtung:Magen) geben und schauen, ob sie dann frisst.
        Ich würde aber auch jemand unabhäniges drauf schauen lassen, es kann echt sein, dass sich da jetzt einiges gelockert oder verschoben hat.
        Mal eine andere Frage, wie sehen denn ihre Äpel aus? Frisst sie derzeitig Stroh statt Heu?
        Wünsche euch auf jeden Fall alles Gute.
        Sei Du selbst die Veränderung, die Du Dir wünschst für diese Welt (Gandhi)

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        • #5
          Hi Labasocke,

          sie frisst auch kein Stroh. Heute waren wir auf der Wiese, soweit es zu dieser Jahreszeit möglich ist. Grüngras hat sie gegessen. Heute und morgen kriegt sie Schmerzmittel vom TA. Äpfel, Karotten kleingeschnitten wollte sie heute nicht. Heu ist sie immer noch nicht. Ihre Äpel sind normal, nicht zu dünn, aber nur 1-2 Häufchen pro Nacht.

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          • #6
            Dein Pferd hat Hunger und bekommt das Heu nicht gefressen. Als erste Massnahme würde ich alles an Futter einweichen und Heucobs füttern. Dann vermutlich einen zweiten Dentisten zur Nachkontrolle holen.
            Ich habe mir auch vor ein paar Jahren eine Zuchtstute gekauft, die vermutlich jahrelang, oder noch nie die Zähne saniert bekommen hat. Da sie trächtig war, haben wir erstmal ohne Narkose nur Kanten gebrochen. Selbst diese kleine Maßnahme sorgte schon für ein Klappern im Maul, da sie erstmal ihre Zahnstellung ändern musste. Dein Pferd ist 21 jahre und hat sich an eine Zahnstellung gewöhnt, die Totalsanierung macht ihr das Leben schwer.
            Viel Glück
            ____________________________________
            http://www.youtube.com/watch?v=ibU7duHuDrg

            Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren,
            und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
            (Gandhi)

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            • #7
              Und lass ihr einen stärkeren Entzündungshemmer geben, wahrscheinlich ist der Zahnschmelz stärker verletzt und macht ihr das Fressen zur Hölle.
              Hier wurde vermutlich ein bisschen viel gemacht.
              Viel Glück
              ____________________________________
              http://www.youtube.com/watch?v=ibU7duHuDrg

              Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren,
              und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
              (Gandhi)

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              • #8
                hallo noch mal zusammen,

                viele dank für eure unterstützung. nach mehreren tagen schmerzmittelzugabe scheint unser pferd über dem berg zu sein. sie isst wieder. zwar noch nicht im vollen umfang aber immerhin. auch zuckerrübenschnitzelbrei isst sie wieder. es sind über drei wochen seit der behandlung vergangen. es scheint so, als ob die zähne und/oder der gesamte kieferbreich nach der behandlung extrem empfindlich bzw von schmerzen geplagt war/waren. denn eine andere unrsache wurde ja nie gefunden. wenn ich hier im netz querlese, was es zu dem geichen thema alles geschrieben wurde, weiß ich, dass es kein einzelfall bei uns ist, ja mehr noch, es kommt immer wieder vor. was mich dabei nervt, dass die zahnärzte auf keinen fall sagen, dass es zu wochenlangen schmerzen kommen kann und (immer wieder kommt!!). dass es für ein (altes) pferd gefärlich sein kann wochenlang kein strukturfutter im magen zu haben wissen wir alle. sie sagte, es kann paar wenige tage dauern, dass sie nichts bzw weniger isst, dann wird alles gut. anscheinend ist die profitgier des arztes hier größer als die risikoaufklärung. ich hoffe sehr, dass es bei der besserung bleibt und es auch weiterhin bergauf geht. denn sonst wäre ich sehr sauer. erst eine vollsaniereung durchführen und dann so tun, als ob diese nebenwirkungen ein einzelfall wären, das ist arm und ist eines vollprofi nicht würdig. soweit dazu. ich werde später noch berichten, ob sie komplett geheilt ist.

                LG an alle

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                • #9
                  Pass beim nächsten mal einfach auf, das die Dentistin nicht zu radikal arbeitet.
                  Viel Glück
                  ____________________________________
                  http://www.youtube.com/watch?v=ibU7duHuDrg

                  Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren,
                  und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
                  (Gandhi)

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                  • #10
                    In einem Solchen Fall würde ich dir zu eingeweichten Heucobs raten. Bei Zahnproblemen kann dein Pferd so genug Nährstoffe aufnehmen.

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                    • #11
                      Das wird aber wahrscheinlich nicht reichen, wenn man sich diese Diskussion genauer anschaut, hat das Pferd richtige Probleme. Da hilft auch kein Heucobs.

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