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Rossfrauen, pferdeverrückt

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  • Rossfrauen, pferdeverrückt

    Guten Morgen,

    ich bin neu hier und ich hab mich nur angemeldet, um eine Frage zu stellen, die mein ganzes Leben bestimmt. Ich bin selbst kein Reiter, hatte nie ein Pferd, interessiere mich auch ehrlich gesagt nicht sehr dafür. Nun bin ich aber seit drei Jahren mit einer Frau zusammen, die ich sehr liebe und die wirklich meine Traumfrau ist. Sie besitzt ein Pferd. Es ist ein Hengst, irgendwas ganz Tolles, soll Turnier gehen und dann auch züchten und so weiter. Jetzt kommt das Problem, und es ist mir ziemlich peinlich, aber vielleicht versteht hier ja jemand, wovon ich rede. Ich habe den Eindruck, dass meine Freundin ihr Pferd mehr liebt als mich. Sie ist total besessen. Jede freie Minute verbringt sie im Stall. Wenn wir mal was unternehmen wollen, dann ist irgendwas, das Pferd hat Kolik und sie ist die halbe Nacht weg oder so. Jetzt fängt sie an davon zu reden, dass wir aufs Land ziehen müssen, weil das in der Stadt nicht machbar ist für sie, das Pferd hat nicht genug Platz, kommt nicht genug auf die Weide usw. Ich glaube nicht, dass sie für mich irgendwohin ziehen würde, aber für ihr Pferd will sie es.

    Hinzu kommen die enormen Kosten, ich muss das Hobby auch noch finanziell unterstützen, weil sie selbst nicht genug verdient. Aber das Geld ist wirklich nicht das Hauptpoblem. Ich will ja, dass meine Freundin glücklich ist und ich unterstütze sie auch gern. Aber ich habe wirklich oft das Gefühl, dass sie verrückt ist. Das ist doch nicht nomal, diese Obsession! Meine Freunde sagen, ich soll sie verlassen, aber das will ich nicht. Ich will eigentlich verstehen, was da lost ist und wie ich damit umgehen soll.

    Vielleicht hat hier jemand einen Tipp für mich? Ich bin sehr, sehr dankbar für jeden Rat.

    Schöne Grüße,
    Frederik Wachs

  • #2
    Hallo Frederik, zunächst erst mal Kompliment dafür, dass Du das hier so schreibst. Ich glaube, Du bist nicht alleine mit Deinem Problem, aber die wenigsten Männer geben es zu… Ich habe das riesengroße Glück, dass mein Mann meine Pferde nicht nur akzeptiert, sondern voll mitträgt. Obwohl auch er vor unserer Beziehung als Stadtmensch höchstens mit Wellensittichen und Katzen zu tun hatte. Ich war aber ehrlich zu ihm und habe gleich ganz zu Anfang zu ihm gesagt – mich gibt es nur mit Pferd oder gar nicht. Dabei hatte ich damals mein Traumpferd noch gar nicht aus dem Schulbetrieb rauskaufen können, das klappte dann erst 6 Jahre später – da waren wir schon verheiratet. Mein Mann hat sich so ganz allmählich in die Pferdematerie eingearbeitet, ein paar Reitstunden genommen (ohne mich!), einfach um zu wissen, wovon wir überhaupt reden, und da er sehr tierlieb ist, war der weitere Weg kein Problem mehr. Wir haben seit 25 Jahren eigene Pferde (stehen in Pension), vier momentan, und es sind unsere, nicht meine Pferde. Den Hauptteil der Arbeit mache ich, denn er ist die Woche über auf Montage, aber einmal in der Woche, an seinem freien Tag, macht er die Pferde alleine, damit ich in Ruhe meinen Spätdienst auf Arbeit machen kann, und an jedem WE sind wir vormittags gemeinsam im Stall. Insofern gibt es bei uns das Problem, wie Ihr es habt, gottseidank überhaupt nicht. Die Zeiten mit den Pferden, die Erlebnisse, die Ritte, die Sorgen und der Verlust unserer beiden Ältesten – all das hat uns in einer Weise zusammengeschweißt, die es sonst vielleicht so nicht gegeben hätte.
    Ich will damit sagen, ein Pferd zu haben ist mehr als ein Hobby. Das kann man nicht vergleichen, überhaupt nicht! Deshalb ist Deine Freundin weder versessen noch verrückt. Sie lebt nur ihren Traum und sie fühlt sich wohl verantwortlich für das Lebewesen, das ihr da gehört und ausgeliefert ist. Das ist nämlich der Unterschied – Du bist ein Mensch und kannst für Dich selbst bestimmen. Ein Tier kann das nicht, das braucht seinen Menschen, damit es ihm gut geht. Du wirst den Pferdefimmel auch nicht aus ihr herausbekommen. Die Frage wird sein – kommst Du damit klar, habt Ihr mal drüber gesprochen, kannst Du der Sache vielleicht doch auch ein bisschen abgewinnen, oder ist es für Dich immer nur eine Quälerei, wenn sie wieder mal fürs Pferd da ist und nicht essen gehen will?
    Nebenbei bemerkt, eine Kolik ist beim Pferd ein lebensbedrohlicher Zustand! Als unsere Stute 2014 nach einer Serie von Koliken dann die ganze Nacht hindurch trotz TA nicht mehr aufstand, da ist mein Mann nachts um 2 vom Montageort 300km nach Hause gekommen und hat alles stehn und liegen lassen. Weil er der einzige ist, der bei uns den Pferdehänger fahren kann. So läuft das bei uns. Wir konnten dann in dieser Nacht nicht in die Klinik, weil das Pferd ja nicht transportfähig war und lag. Aufgestanden ist sie dann erst am folgenden Morgen gegen 4, da gings ihr wieder besser. Ich bin dann um 5 auf Arbeit gefahren und mein Mann hat den Rest der Woche Notfallurlaub genommen…
    Vielleicht findet Ihr ja gemeinsam einen Weg. Ich wünsche es Euch!
    Last edited by Maggie; 27.02.2016, 17:20.

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    • #3
      Lieber Frederik,

      vielleicht musst du mal deine Sichtweise ändern. Wenn ein Mann in sein Auto verknallt ist oder in seinen Computer oder ständig mit den Kumpels zum Fußball geht und die Frau zu Hause voll angenevt ist, weil er nie da ist, weil er sie vielleicht auch noch mit zwei Kindern allein rumhocken lässt, während er sich amüsiert - das gilt als NORMAL. Und wenn eine Frau ein Hobby hat, dann ist sie gleich VERRÜCKT, oder was? Ich glaube du bist einfach nur eifersüchtig und solltest mal ehrlich zu dir selbst sein.

      Just my two cents.
      Pferde haben immer mehr kapiert, als sie sich anmerken ließen

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      • #4
        hm... Frederic, du bist nicht allein. Da wurde sogar schon ein Buch drüber geschrieben Schicksal Pferd - des Reiters Freud, des Partners Leid

        das schlimme daran: das meiste stimmt
        Last edited by micky#003; 28.02.2016, 22:14.
        Der Mensch ist zu gut erzogen um mit vollem Mund zu reden. Er hat aber keine Hemmungen, es mit leerem Kopf zu tun. (O. Wilde)

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        • #5
          Danke für den Tipp mit dem Buch, da muss ich schon lachen wenn ich das Cover sehe ... ich hab es mir gleich bestellt. Aber das muss ich zuhause verstecken, ich glaube, wenn Linda es sieht, wird sie wütend. Sie denkt dass ich das tun soll was Maggie von ihrem Mann beschreibt, nämlich mich damit befassen und es eines Tages dann schön und wichtig finden. Aber das kann ich nicht oder ich will es nicht. Es würde auch nichts ändern, glaube ich. Ich habe das Gefühl, dass wir wegen dem Pferd kein normales Leben führen können. Wenn ich da mitmache, führen wir halt beide kein normales Leben mehr und ich versuche nur, mich meiner Freundin anzupassen, damit ich sie ab und zu sehe - von hinten, im Reitstall. Denn wenn ich mitkomme zum Pferd, dann sieht sie mich nicht wirklich. Ihr ganzer Verstand ist nur auf das Pferd konzentriert. Ich stehe daneben. Ich darf mal was halten oder ihr mal was geben. Das ist total demütigend, es ist auch gruselig. Als würde ich mich in einen Fremden verwandeln. Das kann doch nicht sein, das hält doch kein normaler Mensch aus! Was hättest du denn gemacht, Maggie, wenn sich dein Mann nicht in die Pferde "verliebt" hätte? Hättet ihr euch dann getrennt?

          @Beckilein: Ja, gut, dann bin ich eben eifersüchtig. Aber das ist doch das Problem, ich bin ja nicht grundlos eifersüchtig! Wenn das Pferd ein Mann wäre und meine Freundin würde so viel Zeit damit verbringen, dann würde mir jeder vernünftige Mensch sagen, dass ich sie sofort verlassen soll, weil das Ganze keine Zukunft hat!

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          • #6
            Hallo Frederik,

            erstmal Hut ab vor diesem Post! Wie hier schon einmal geschrieben wurde, finde ich das sehr mutig.

            Dann will ich als Pferde-Frau auch mal meinen Senf mit dazu geben; mein Freund ist auch - was das Thema Pferde betrifft - eher Neuling auf dem Gebiet und kam erst durch mich mit diesen "Wesen" in Verbindung.
            Ich habe ihm vom Anfang an gesagt, dass a) der Zosse schon vor ihm da wäre und b) er sich unterstehen soll mich vor die Wahl zu stellen.
            Das mag sich krass anhören und bitte nicht falsch verstehen. Aber er muss(te) lernen, dass dieses Hobby viel Zeit und auch Geld in anspruch nimmt und das ich dieses Pferd einfach Liebe!

            ABER es ist nicht die gleiche Liebe die ich für ihn empfinde und ich würde die beiden nie auf eine Stufe stellen.
            Sicherlich kann er vieles nicht nachvollziehen, warum das Pferd jetzt extra Hufschuhe fürs Gelände braucht, oder warum man SChabracke x kauft etc. pp.
            Er fragt dann durchaus nach ob das sein muss... aber er würde mir das nie verbieten. Wie denn auch, ist ja mein Geld :-p

            Aber da sind wir schon beim Thema Geld, mein Pferd wird durch mich finanziert...Ich hatte vor ein paar Monaten mal eine kurze finanzielle Notlage (Klinikaufenthalt Pferd, wo er übrigens von sich aus, angeboten hat, das wir am WE jeden Tag hin fahren) wo er mir das Geld dann mal vorgestreckt hat, aber er bekommt es dann auch postwendend wieder zurück!

            Am Wochenende wollen wir natürlich auch einiges unternehmen und die Zeit genießen, aber das Pferd will auch bespasst werden. Jetzt ist das Wetter so, das er durchaus - freiwillig - mit an den Stall kommt und dann eben liest oder das wir es wirklich planen.
            Ja mein Pferd muss nun hin und wieder auch mal zurück stecken, aber ich weiß ihn dann gut versorgt und mache mir da keine Gedanken (unabhängig davon, dass er das auch überlebt ).

            Mein Freund hat ihn absolut akzeptiert und ich finde es schön, wenn er sagt "er gehört doch zur Familie!"
            Wenn er mitkommen will, ist das toll, aber wenn nicht ist das absolut okay!

            Was ich damit sagen will, ich liebe meinen Freund abgöttisch und genauso liebe ich mein Pferd. Ich finde es ganz toll, dass er mein Pferd akzeptiert und mich auch darin unterstützt. Aber ich verlange nicht von ihm mich finanziell zu unterstützen, geschweige denn dieses Hobby zu erlernen.
            Ich bezeichne mich durchaus als Pferdeverrückt, kann aber ganz gut das Wendy-Leben und das Reale-Leben trennen...

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            • #7
              Wie überlebt MANN mit einem Pferdemädchen - Eine Fortsetzung - HelmHalfterHerz

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              • #8
                Darf ich fragen wie alt ihr seid?
                Pferdefrauen sind schon nicht leicht zu ertragen, da hast duvollkommen Recht!
                Und sie sollte schon ein wenig zurückschrauben wenn du mit in den Stall kommst.
                So wie du es beschreibst ist es schon gruselig und dir gegenüber nicht fair.

                Ansonsten kann ich nur sagen was die Vorgänger schon geschrieben haben:
                Das Pferd ist voll und ganz auf dich angewiesen, man gibt sein Pferd in fremde Hände und nur man
                selbst macht es am allerbesten! (so denken wir halt J) Andererseits: Es sind auch hohe Kosten damit verbunden
                wenn was schief läuft. Falsches Futter, falsches Führen Pferd haut ab und verletzt sich. Deswegen ist man über-
                vorsichtig.

                Aber dass du die Kosten mitträgst finde ich nicht ok, ihr scheint ja nicht verheiratet zu sein.
                Da würde ich den Riegel vorschieben, das geht in meinen Augen gar nicht.

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                • #9
                  Eine Beziehung ist geben und nehmen, egal ob mit oder ohne Pferd.
                  Die Leidenschaft für Pferde teile ich mit allen hier, aber ich bin auch seit 32 Jahren mit einem Nichtpferdeverrückten Mann verheiratet und Mutter von 3 Kindern.
                  Da meine Pferde in Pension stehen, muss ich nicht jeden Tag den ganzen Tag anwesend sein. Die kommen auch gut und gerne mal mit einem kurzen Besuch oder einen Tag ohne mich aus. Je besser die Haltung, je eher geht das.
                  Auch ich verbringe gerne meine Zeit bei den Pferden und wenn ich Ihnen nur auf der Koppel zu schaue, aber alles zu seiner Zeit.
                  Der reale Zeitbedarf, bei optimierter Haltung, sind 2 Stunden plus Fahrtzeit und an Tagen wo ihr etwas gemeinsam unternehmen wollt, sollte dies auch ausreichen. Natürlich kann immer was dazwischen kommen, wie die hier genannte Kolik. Da muss man hin.
                  Mach mit deiner Freundin einen genauen Wochenplan, in dem du auch vorkommst. Du bist ja nicht nur der Finanzier ihres Hobbys und sie sollte auch dein Glück im Auge haben.
                  Mein Mann wird nie ein Pferdemensch, kommt aber auch mal mit, hilft mir und baut mir alles was ich möchte. Er mag unsere Pferde, aber das was mich mit denen verbindet wird ihm nie klar werden.
                  Das mit dem Landleben würde ich lassen, denn ein Pferd alleine funktioniert nicht. Es werden also mehr, diese Arbeit ist nicht zu unterschätzen und deiner Freundin wohl nicht bewusst.
                  Viel Glück
                  ____________________________________
                  http://www.youtube.com/watch?v=ibU7duHuDrg

                  Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren,
                  und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
                  (Gandhi)

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                  • #10
                    Was die Kosten angeht, so muss ich meine Vorrednerin recht geben und mal im Gegenzug die Frage stellen:
                    Hatte sie das Pferd schon vorher und wenn ja, wie hat sie das finanziert?!

                    Wie gesagt, mein Freund hat mir auch einmal unter die Arme gegriffen, aber mir war es super peinlich und das war das erste was ich gemacht habe, ihm das Geld wieder zurück überwiesen!

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                    • #11
                      Es scheint ja noch ein Junghengst zu sein und das was sie da vor hat ist ein sehr kostenintensiver Weg. Die Körvorbereitung, Körung, professionelle Turniervorstellung usw. gehen ganz schön in dein Geld. Und so ein Deckhengst muss immer präsent sein, um von den Züchtern auch genommen zu werden. Das ist sicher ein Millionenmarkt, aber es bleibt bei dem Spruch:
                      Wer mit Pferden ein kleines Vermögen machen will, muss ein Großes einsetzen.

                      Und damit kenne ich mich aus, denn ich züchte und weiß nach welchen Kriterien ich die Deckhengste aussuche. Auch auf meiner Traum-Liste steht einen meiner selbstgezüchteten Hengste zur Körung zu bringen, aber ich kann mir diese Wunschträume jetzt auch finanziell leisten.
                      Viel Glück
                      ____________________________________
                      http://www.youtube.com/watch?v=ibU7duHuDrg

                      Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren,
                      und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
                      (Gandhi)

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                      • #12
                        Zunächst auch von meiner Seite aus Danke an Frederick für die Offenheit. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich ein bisschen erleichtert bin. Meine Freundin hat, nun ja, schon eine extreme Leidenschaft für ihr Pferd. Auf ihrem Schreibtisch steht nicht ein Foto von mir, sondern von ihrem Pferd. und manchmal habe ich das Gefühl, sie verbringt ihre Zeit lieber mit dem Hengst und bei ihren Freundinnen im Stall als mit mir. Aus meiner Sicht ist das deutlich mehr als ein Hobby, sondern eine Lebenseinstellung. Eigentlich steht das Reiten im Mittelpunkt und das Leben wird drum herum organisiert...Ich versuche meine Freundin natürlich zu unterstützen und möchte mich auch dafür interessieren. Ich habe beschlossen, dass es die einzige Möglihckeit ist, damit umzugehen. Eifersucht habe ich schon versucht. Das geht nach hinten los.

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                        • #13
                          Ich hätte mich nicht von meinem Mann getrennt, wenn er was gegen meine Pferde gehabt hätte. Ich hätte mich schlicht und einfach gar nicht erst mit ihm zusammengetan. Weil es nicht funktioniert hätte. Ich habe nie von ihm verlangt, dass er reiten lernt und alles mitmacht, er sollte es nur akzeptieren und tolerieren, dass ich Pferde haben werde. Wie schon geschrieben wurde - die waren einfach vor ihm da! Dass er dann so eingestiegen ist, hat sich einfach mit der Zeit ergeben - ein Riesenglück für mich, wird mir grad wieder bewusst ;-) Aber wir passen wohl eh ganz gut zusammen, immerhin haben wir nun schon über 30 Jahre Partnerschaft und 26 Jahre Ehe hinter uns und verstehen uns immer noch super ;-) Ich habe ihn aber auch nie zum "Knecht" im Stall gemacht...

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                          • #14
                            Guten Morgen!

                            So viele Antworten ... Das ist echt toll! Es hilft mir schon das Gefühl, dass ich nicht allein bin mit dem Problem. So wie ihr darüber schreibt, kann ich es auch verstehen ... Klar, die Liebe für das Pferd ist vielleicht anders als die für einen Mann. Aber mein Eindruck ist manchmal: Sie ist intensiver!
                            Vielleicht ist auch das Problem, dass das Pferd nicht vor mir da war. Also, Linda reitet schon immer und hatte immer Pferde, ich glaube, nicht eigene, mehr zu Betreuung oder Beritt, aber DIESES Pferd hat sie noch nicht so lang, es ist noch relativ jung und soll irgendwie ein Superstar werden und jedes Körnchen Futter muss vorher abgebürstet werden, so ungefähr. Erst seit der Hengst da ist, ist die Lage für mich wirklich schwierig geworden. Früher hätte ich gesagt, sie hat ein intensives Hobby. Jetzt würde ich sagen, sie ist total besessen.
                            Das mit dem Geld ist für mich nicht so das Thema, obwohl ich mir jetzt auch vornehme, da besser aufzupassen, denn wenn ihr schreibt, das kann in Zukunft noch richtig teuer werden, wenn das Pferd erst auf Turnier geht, dann hänge ich vielelicht irgendwann mehr drin als ich will. Vor zwei Tagen hat Linda mal gesagt dass wir ein anderes Autor brauchen weil mein Auto keinen Pferdeanhänger ziehen kann ... Da geht es dann vielleicht schon los ...
                            Aber die Frage ist für mich einfach weiterhin: Was soll ich tun??? Ihr sagt irgendwie, ich muss es verstehen, was sie da macht. Aber ich bin nicht sicher, ob ich das überhaupt will. Kann es sein, dass dieses Pferd so eine Art Ersatzkind ist? Vielleicht will sie in Wahrheit Kinder und hat jetzt dieses Pferd adoptiert? Vielleicht sollte ich das mal ansprechen?

                            Liebe Grüße,
                            Frederik

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                            • #15
                              Wenn es das erste eigene Pferd ist, kann man vorübergehend schon ausflippen.
                              Stell dir vor, es erfüllt dir jemand den Wunschtraum deiner Kindheit. Das ist etwas ganz besonderes. Allerdings übertreibt sie ziemlich und muss mal auf den Boden der Tatsachen zurück. Jeder hätte gerne einen Superstar, aber die sind selten. Wie alt ist denn das Pferd? Hast du es gekauft? Und wie alt ist deine Freundin?
                              Viel Glück
                              ____________________________________
                              http://www.youtube.com/watch?v=ibU7duHuDrg

                              Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren,
                              und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
                              (Gandhi)

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