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Erstes eigenes Pferd, fremder Stall, fremde Leute - Tipps?

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  • Erstes eigenes Pferd, fremder Stall, fremde Leute - Tipps?

    Hallo zusammen,

    es ist soweit, mein erstes eigenes Pferd! Ich muss dazu sagen, eigentlich war ich noch gar nicht auf der Suche... Ich habe eine RB und wollte mir erst in den nächsten Monaten Gedanken darüber machen, wann und ob die Zeit für ein eigenes Pferd gekommen ist. Aber dann habe ich ihn gesehen - ein kleines Isländer-Baby, vierjährig, gerade angeritten - und es war um mich geschehen. Er stand eigentlich aktuell nicht zum Verkauf, die Besitzer haben jedoch kaum Zeit für ihn und als ich mit ihm an einem Bodenarbeitskurs teilnehmen durfte, wusste ich: das ist er einfach! Und die Besitzer entschieden sich nach längerem Überlegen, sie würden ihn mir verkaufen. Daraufhin machte ich mir viele Gedanken, rechnete alles durch und entschied mich für ihn. Schon mal vorneweg, ich reite seit etwa 15 Jahren und hatte die letzten fünf Jahre auch wöchentlich Unterricht. Ich habe mich die letzten Monate um meine RB gekümmert, als wäre es mein eigenes Pferd, weil die Besitzerin kaum Zeit hatte und werde sie dabei auch weiter unterstützen, auch wenn sie jetzt wieder mehr Zeit hat. Ich traue mir ein eigenes Pferd also durchaus zu, bin mir jedoch bei einigen Sachen noch etwas unsicher. Deshalb würde ich mich freuen, wenn ihr ein paar Antworten für mich habt.

    Da der Stall meiner RB reine Boxenhaltung ohne Halle/Reitplatz mit nur fünf Pferden ist, habe ich mir einen Stall gesucht, in dem ich nicht von Tag 1 an alleine mit einem vierjährigen ins Gelände müsste. Dort gibt es eine Halle, Round-Pen, Reitplatz, tolle Ausreitmöglichkeiten und das wichtigste: ich kann ihn mit einem weiteren Isländer in einen Laufstall mit großem Paddock und ganztägigem Weidezugang in großer Herde stellen. Allerdings kenne ich in dem neuen Stall niemanden.

    Wie würdet ihr den Einzug im neuen Stall gestalten? Ich weiß natürlich in der Theorie, wie ich den Einzug für mein Pferd gestalte, aber wie mache ich das? Sollte ich einfach jeden anquatschen, direkt auch zur Sprache bringen, dass ich gerne mit jemandem zusammen ins Gelände/in die Halle gehen würde, damit mein Pferd sich an jemandem orientieren kann? Sollte ich mich erstmal etwas zurück halten?

    Gibt es irgendwelche ungeschriebenen Gesetze in einem neuen Stall, die ich beachten sollte?
    Wie ist das in einer Halle, wenn ich ihn longieren oder frei laufen lassen möchte? Muss ich mich da eintragen oder sofort aufhören, wenn jemand anders in die Halle möchte?


    Was ist, wenn ich Fragen habe? Oute ich mich dann sofort als Pferdebesitzer-Anfängerin oder kann ich auch vielleicht doofe Fragen stellen, wenn ich etwas nicht weiß?

    Ich hoffe, ihr habt vielleicht ein paar Tipps für mich - ist jemand unter euch, der so etwas ähnliches schon hinter sich hat? Ein eigenes Pferd ist ja an sich schon unheimlich aufregend, da will ich mich im neuen Stall nicht gleich unbeliebt machen.

    Liebe Grüße, Lisa

  • #2
    Hallo Wundertölter!
    Ob man gleich jeden anspricht oder nicht, ist Typsache. Ich habe zum Beispiel im März nach fast 9 Jahren den Stall gewechselt. Die Kontakte mit mir unbekannten Personen haben sich nach und nach ergeben und ich gebe zu, dass ich nach wie vor nicht den Namen aller 43 Pferde auf dem Hof kenne. Oder ganz genau weiß, wie alle Besitzer heißen, geschweige denn die Reitbeteiligungen, die oft nur einmal in der Woche kommen. Vermutlich lernen extrovertiertere Leute schneller alle kennen. Ich denke, das sollte man so machen wie es sich ergibt und nichts übereilen. Ebenso verhält es sich mit der Tatsache, dass es das erste Pferd ist und dass es ein junges Pferd ist. Im Gespräch mit Miteinstellern ergibt es sich ja, dass man darüber spricht. Bei jemandem, der einem sympathisch ist, ist man sicher offener und es wird garantiert auch diejenigen geben, mit denen man außer Höflichkeiten auszutauschen kaum ein Wort spricht.
    Zum Longieren in der Halle würde ich den Betreiber (Privatstall) oder den jeweiligen Ansprechpartner (vereinsgeführte Anlage) befragen. Meist wird das auf verschiedenen Anlagen unterschiedlich gehandhabt.
    In meinem alten Stall (Halle und Platz) durfte man in der Halle freilaufen lassen, wenn keiner reiten wollte, und auf dem Platz und in der Halle longieren. Da es aber eine Vereinsanlage mit Schulbetrieb war und man nur 18-19 Uhr sein Privatpferd ohne Unterricht reiten konnte, hat sich Longieren unter der Woche eher schwierig gestaltet, weil die kleine Halle mit 6-7 Reitern dann doch recht eng wurde.
    Im neuen Stall (Longierhalle, Halle und Platz) darf man nur in der Longierhalle longieren und laufen lassen. Dazu muss man sich nicht eintragen, aber oft genug ist sie belegt. Dafür muss man Unterricht anmelden, damit nur einer gleichzeitig Unterricht hat. Man hat aber da auch keinen Anspruch darauf, die Halle für sich zu haben.
    Auch ob man einen Reitlehrer selbst holen darf oder einen der vorhandenen nehmen muss, ist von Stall zu Stall verschieden. Vereine wollen meist, dass man ihre Reitlehrer nimmt und der Verein am Unterricht mitverdient. Bei Privatanlagen kann es sein, dass nur der Betreiber Unterricht gibt (z.B. geführt von Pferdewirt oder Sportreiter) oder man quasi jeden holen darf (z.B. eigentlich von Landwirten geführte Anlage).
    Springen (für Isi-Reiter meist weniger interessant) ist immer, aber vor allem im Winter, etwas schwierig. Meist gibt es feste Springstunden, bei denen man mitmachen kann. Es gibt aber oft kaum Möglichkeiten, sich so mal was aufzubauen. Zumindest nicht in den Ställen mit gemischtem Klientel vom Pferdebesitzer, der mit seinem Rentner vor allem spazieren geht, über reine Freizeitreiter ohne jegliche Turnierambitionen, Gangpferdereiter, Westernreiter, Dressurreiter und Springreiter.
    Für diese Dinge fragt man am besten einfach noch vor dem Einzug oder beim Einzug den Ansprechpartner.

    Die meisten neuen Einsteller machen meist auch nach so 3-4 Wochen einen kleinen Einstand mit Häppchen und Sekt.

    Ich hoffe, der Beitrag konnte helfen.
    Last edited by Nachtmahr; 26.11.2017, 17:38.

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