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Immer wieder Koliken - umfangreiche Diagnostik ohne Befunde :(

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  • Immer wieder Koliken - umfangreiche Diagnostik ohne Befunde :(

    Meinen 12-jährigen WB-Wallach habe ich nun seit 3 Jahren. In den ersten beiden Jahren hatte er „nur“ ab und an mal eine Kolik, in den letzten 1 1/2 Jahren aber bestimmt 8 Stück. Anfang Mai war es so schlimm, dass er in Telgte operiert wurde. OP ist gut verlaufen, Narbe heilte super.
    Wir hatten 4 Tage vor der OP noch eine Gastroskopie machen lassen um sicherzustellen, dass er keine Magengeschwüre hat. Hatte er auch nicht, nur eine ganz leichte Magenschleimhautreizung. Auf Anraten des Tierarztes sollten wir vorsichtshalber trotzdem Gastrogard füttern. An dem Abend, an dem er es vorbeibringen wollte, kam die Kolik, die dann zur OP führte. Ich konnte quasi zusehen, wie es dem Pferd auf einmal binnen 30 Min schlechter und schlechter ging. Meinen TA rief ich sofort an, leider brauchte er eine knappe Stunde. Da ging es dem Pferd schon so schlecht, dass wir aufgeladen haben und sofort nach Telgte gefahren sind. Bei der OP wurde nichts entfernt, sondern quasi nur "neu sortiert". Nach 10 Tagen konnten wir ihn abholen. Habe danach auf Anraten der Tierklinik einen peniblen Futterplan erstellt. Er hatte immer genügend Heu (in mehreren Portionen über den Tag verteilt), zusätzlich haben wir ihn grasen lassen und er wurde geführt. Bekamen die anderen im Stall KF, bekam er ein paar Hand voll Luzerne und eine Hand voll Eggersmann Cool Müsli. Ab und zu ein paar Möhren waren auch erlaubt. Abends dann noch wenig Mash, schön flüssig mit dem "Darmaktiv" (Medikament) aus der Klinik und etwas Paraffinöl.

    Wir hatten dann tatsächlich fast 3,5 Monate Ruhe, aber vorletzte Woche ging es wieder los. 2 x Magenüberladung. Obwohl ich an der Fütterung kaum was geändert habe. Bewegungstechnisch war er in der Führanlage. Nach Rücksprache mit meinem TA haben wir dann entschieden, dass er langsam wieder mit raus kann auf die Wiese (Anfang Juli kam noch eine kleine OP hinzu aufgrund eines Karpaltunnelsyndroms, daher war bis dahin noch kein Weidegang angeraten).

    Als Konsequenz habe ich ihn dann vorletzte Woche Mittwoch wieder nach Telgte gebracht zur weiteren Diagnostik. Es wurde eine Rektumschleimhautbiopsie gemacht, diese war ohne Befund.
    Blutbild war auch gut, ebenso hat man noch mal ein Darm-US gemacht. Auf Futtermittelunverträglichkeit konnte man nicht mehr testen, da er zwischenzeitlich Kortison bekommen hatte.

    Das Pferd hatte bei der Vorbesitzerin im Rheinland nicht eine Kolik und ich glaube ihr da auch. Mittlerweile habe ich den Verdacht, dass er vielleicht eine Futtermittelunverträglichkeit hat oder ähnliches. Irgendwie scheint der Darm ja zwischenzeitlich eine funktionelle Störung zu haben, so dass das Futter nicht weiter transportiert wird und es zur Magenüberladung kommt.

    Hat jemand von euch schon ähnliches erlebt? Meinem anderen Wallach geht es im selben Stall sehr gut. Er bekommt ja auch Heu und Heulage und geht auch auf dieselben Wiesen.

    So langsam bin ich ratlos, das einzige was mir noch einfällt ist dass man ihn mal eine Zeit woanders einstallt oder ich bei uns am Stall für eigenes Heu sorge.

    Das Pferd bekommt im Moment Equisolon (Prednisolone) und Gastrogard. Er hat wohl auch Kortison bekommen (oder ist das im Equisolon mit enthalten?).

  • #2
    Ich habe auch einen Kandidaten mit weit mehr als 100 Koliken. Seit dem er bei uns zu Hause steht, unter der Betreuung von jemanden, der auch schon früher für ihn verantwortlich war, ist nichts mehr passiert.

    Ist Katastrophe in solchen Fällen die Ursache zu finden. Bei meinem dürfte es jetzt nicht gut gehen - aber klopfaufholz

    Futter Bewegung und Stress sind normal die Faktoren. Alles an Zusatzfutter weg Nur zur freien Verfügung rund um die Uhr wirklich gutes Heu. Wenn er nichts tut, kann man auf Krafu verzichten. Ich würde wenn nur Hafer füttern.

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    • #3
      Meine ist Kopperin. Sie schluckt die Luft tatsächlich und man kann zusehen, wie sie aufgast, bzw. abgast, wenn es länger keine Gelegenheit zum Koppen gibt. Sie hatte im April 2015 und im November 2016 ebenfalls Ops wegen Darmverlagerung. Als Auslöser kam dann immer das Fressen von schlechtem Stroh und die dadurch ausgelöste vermehrte Peristaltik zum Tragen, da sich der Darm im aufgegasten Zustand leichter verlagert.

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