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Frage: Pferd in Offenstall ... immer möglich? ... oder auch mal nicht möglich?

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  • Frage: Pferd in Offenstall ... immer möglich? ... oder auch mal nicht möglich?

    Hallo,

    bisher leben unsere 2 Pferde in einem fremden Stall.
    Nun möchten wir einen Offenstall bei uns bauen.
    Meine "große" sagt nun, das ihr Pferd kein (richtiges) Winterfell bekommt
    und auf jeden Fall in einen Stall muß der "zu" ist.

    Ich habe keine Ahnung und hoffe, Ihr könnt helfen.

    Gibt es Pferde die nicht das ganze Jahr in einem offen Stall wohnen können?

    LG
    RABECHEN

  • #2
    Zu mit Türen, also rundum geschlossen? Nein, das sollte heute au keinen (KEINEN) Fall noch gebaut werden. Aber gut durchdacht mit einem schönen Unterstand ist das immer möglich. Ein ehemals verpimpeltes Pferd braucht aber auch 1 - 2 Jahre zur Anpassung. Lasst ihm die Zeit. Und konzipiert den Stall unbedingt gut durchdacht im Vorfeld. Es wird euch jeden Tag freuen, wenn ihr fertig seid.
    Offenstallbau-Beratung: LAG
    Gutes Buch: Siege werden im Stall errungen. Fn Verlag. Eins der besten Bücher über Haltung (trotz FN erstaunlicherweise)

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    • #3
      Hallo Trotby,

      1-2 Jahre zur Anpassung? Wie macht man das? Wenn es im Offenstall ist?
      Der nächste Winter kommt nicht erst in 2 Jahren. Muß er dann warme Decken auf haben?
      Ich weiß, bin nicht wirklich über Pferde Informiert.

      LG

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      • #4
        Es soll dann wirklich ein eigener Stall sein? Und was genau würde jetzt für den ersten Winter gegen eine Decke sprechen?
        Der Mensch ist zu gut erzogen um mit vollem Mund zu reden. Er hat aber keine Hemmungen, es mit leerem Kopf zu tun. (O. Wilde)

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        • #5
          Moment - wie geht das: zwei eigene Pferde und gar keine Ahnung von gar nichts? Ist das hier ein Fake oder was?

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          • #6
            Keine Ahnung? Doch... Pferde haben 4 Beine und jemand kann drauf reiten...und runterfallen
            OK...
            Es ist kein Fake... ich habe nicht viel Ahnung, aber meine Tochter hat schon Ahnung, aber
            sie mag keine Offenställe und aus diesem Grund glaube ich nicht, das ihr Pferd in kein Offenstall darf, weil das für ihn zu kalt wäre.

            Also meine Frage ist schon ernst gemeint.

            Trotby danke für den Link und den Hinweiß auf das Buch...das Buch habe ich vorhin bei E-Bay gekauft...ich hoffe es Hilft mir weiter.

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            • #7
              Puh, da bin ich ja beruhigt. Das Buch wird euch wirklich weiterhelfen. Es ist nicht schlimm, nichts zu wissen, aber schlimm, nicht dazu zu lernen.
              Dann gibt es im Winter eben eine Decke, wenn es nötig ist. Gerade am Haus kann man dann ja flugs die Decke runternehmen, wenn die Sonne scheint etc.
              Macht euch erst mal in Ruhe schlau - es ist auch wichtig, die richtigen "Wege" für Pferde und wirtschaftliches Arbeiten anzulegen. Das entscheidet man besser nicht über Nacht.
              Ich bin gespannt auf euer (Foto-)Projekt!
              Man wächst mit seinem Offenstall (im selben Maß wie die Kasse dünner wird)

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              • #8
                Danke Trotby ... die Kasse ist jetzt schon zu dünn
                ... aber da wir bei Regen hier auf der Wiese "schwimmen", wird sie sicher noch viel dünner ... steht in dem Buch auch etwas über Reitplatz anlegen?

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                • #9
                  Es wurde ja schon geschrieben - grundsätzlich kann man jedes Pferd im OS halten. Meine beiden Stuten leben seit einem halben Jahr auch wieder so. Sie sind den Winter über eingedeckt. Bei mir bleiben die Decken drauf, ständig an und ausziehen gibt es bei mir nicht. Ich fange im späten Herbst, wenn das Sauwetter losgeht, mit dünnen Regendecken an. Gehen die Temperaturen unter die zweistelligen Werte und werden die Nächte kalt, kommen die Winterdecken drauf. Die haben bei mir keine Wattierung, sondern nur ein Fleecefutter. Das reicht für ein gesundes Pferd mit Winterfell, es hält sie schön warm am Rücken und vor allem trocken. Denn in einem OS stehen sie halt viel mehr im Regen draußen als in einer Paddockbox. Die Decken müssen gut passen und dürfen nicht scheuern, vor allem an den Schultern ist sonst schnell das Fell ab.
                  Ganz wichtig: Die Pferde müssen sich vertragen! Die Hütte muss groß genug sein und entweder vorne offen sein oder - besser - zwei große Eingänge haben. Da kann man noch Lamellen aus weichem Kunststoff davorhängen, dann sind sie quasi auch "ganz zu" und die Pferde können trotzdem immer raus und rein.
                  Der Paddock vor der Hütte sollte unbedingt auf der ganzen Fläche befestigt/drainiert sein, sonst sauft Ihr im Winter ab. Also mindestens ausbaggern lassen, Frostschutz rein und Sand oben drauf. Das ist die Billig-Variante, die tut es aber. Wir haben das auch so. Sand muss immer mal neuer drauf, weil man beim Misten welchen wegnimmt.
                  Ihr braucht einen Fressplatz mehr, als Pferde da sind. Ein großes Vordach an der Hütte ist da Gold wert. Man braucht nicht unbedingt Selbsttränken, meine saufen aus der Badewanne, die per Schlauch gefüllt wird.

                  Außerdem braucht Ihr eine Zufahrt, einen Hänger oder vorschriftsmäßigen Mistplatz und Lagermöglichkeiten für Heu und Stroh.

                  Und vor allem und als allererstes: Ihr braucht eine GENEHMIGUNG für Bau und Pferdehaltung!!! Habt Ihr die nicht und einer schwärzt Euch bei der Gemeinde an, dann reißt Ihr alles wieder ab!!!

                  Es gibt die Weidehütten als OS-Hütten auch fertig zu kaufen. Wir haben uns mal ausgerechnet, OS für vier Pferde mit zwei Doppelhütten, Paddocks und festen Zäunen würde uns fast 15T EUR kosten, wenn es ordentlich sein soll. Deshalb stehen sie immer noch in Pension. Im ordentlichen OS ;-)
                  Last edited by Maggie; 20.03.2016, 17:10.

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                  • #10
                    Beim Konzept für den Offenstall gibt es ganz wichtige Sachen, wie oben beschrieben. Der ganze Stall ist fast wertlos, wenn man da wichtige Sachen (wie Mistmanagement oder Futterlagerung + Zu- und Abfahrt) vergisst.
                    Deckenthema - da wächst man rein. Gab schon mal ein Thema Thermoregulation (Wann muss das Pferd eingedeckt werden? Wenn der Reiter friert)
                    Wichtig und erst mal teuer ist ein vernünftiger befestigter Boden im Auslauf. Zahlt sich aber täglich beim Sauberhalten aus (die eigene Laune und enorme Zeiteinsparung durch schnelles Misten) und auch bei gesunden Pferdebeinen. Die Hütten können wirklich erstmal mit Sparflamme gebraten werden, s. o.

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                    • #11
                      Maggie und Trotby ich Danke Euch sehr... ich warte jetzt mal auf das Buch und lese dann mal.
                      Sollten dann noch Fragen sein, komme ich wieder
                      LG

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                      • #12
                        Wenn ihr reiten wollt und daher die Pferde putzt, sollten sie im Winter eingedeckt sein. Beim Putzen entfernst du die Fettschicht aus dem Fell und das Pferd wird bei Regen nass.
                        Ob dein Pferd friert kannst du schnell testen, fasse die Ohren an. Sind sie kalt friert das Pferd.
                        Die Pferd am Haus halten ist eine tolle Sache, aber mit viel Aufwand und Änderungen verbunden. Bei nur zwei Pferden kann man nicht einfach mal mit einem ausreiten, oder wegfahren, Heu und Stroh müssen gelagert werden können um die Versorgung zu gewährleisten, es ist auch niemand mehr da um schnell zu gucken oder Fragen zu beantworten, Reitunterricht zu geben usw.
                        Man wird schnell vom Reiter zum Pfleger und ist enttäuscht.
                        Viel Glück
                        ____________________________________
                        http://www.youtube.com/watch?v=ibU7duHuDrg

                        Wenn du im Recht bist, kannst du dir leisten, die Ruhe zu bewahren,
                        und wenn du im Unrecht bist, kannst du dir nicht leisten, sie zu verlieren.
                        (Gandhi)

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                        • #13
                          In diesem Fall kann ich mich Holy203 nur anschließen. Ich selbst habe diese Erfahrung zwar noch nicht gemacht, aber Bekannte von mir hatten ein ähnliches Projekt am Laufen. Es ist wirklich sehr viel mehr Arbeit als man sich das Anfangs vorstellen kann. Würde diese Entscheidung also keinesfalls überstürzen!

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                          • #14
                            Als meine Stute Rentnerin wurde, haben wir auch kurz über Haltung in Eigenregie nachgedacht. Aber nur gaaaanz kurz. Denn selbst ohne Reitambitionen wäre es vom zeitlichen Aufwand neben dem Beruf nicht vernünftig machbar gewesen. Obwohl wir relativ günstige Voraussetzungen gehabt hätten. Wenn aber hier die Tochter schon nennen wir es mal skeptisch gegenüber der OS-Haltung ist und die Mutter (noch) relativ unerfahren... kann das ganz schnell in die Hose gehen wegen Interessenskonflikt. Tochter will reiten, Mutter will nicht auf der ganzen Arbeit alleine sitzen bleiben. Dann braucht es vermutlich nen Trainer, der zum Stall kommt und einen Reitplatz, der auch nach Regen und im Winter einigermaßen nutzbar ist... alles zusammen gerechnet, kommt man finanziell wohl ähnlich wie beim Einstallen im Pensionsbetrieb. Und wenn es nicht der Herzenswunsch ist, dem man alles bzw. vieles unterordnet... dann wird das nix. Das mit den zwei Pferden seh ich auch kritisch. Wenn eines zum Reiten rausgeholt wird... drei wären dann schon besser. Und mindestens eine verlässliche aussenstehende Person, die mal einspringt, wenn man selbst krank, verreist oder sonstwie verhindert ist (evtl. in Form eines Einstellers) ist auch unbedingt notwendig. Das mit den nötigen Genehmigungen hat Maggie ja schon geschrieben. Als Nicht-Landwirt schwierig bis unmöglich. Und falls Nachbarn da sind, die sich jetzt für die Pferdehaltung direkt am Haus weniger begeistern.... möchte man sich das alles wirklich antun???
                            Last edited by micky#003; 21.03.2016, 18:31.
                            Der Mensch ist zu gut erzogen um mit vollem Mund zu reden. Er hat aber keine Hemmungen, es mit leerem Kopf zu tun. (O. Wilde)

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