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Ausbrecherkönig stoppen

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  • Ausbrecherkönig stoppen

    Hallo wer hat Erfahrung mit "Ausbrecherpferden" ?
    Der Wallach einer Stallkollegin hat mich am Wochenende verblüfft, indem er mir "vorgeführt" hat,
    wie er unter einer Stromlitze ohne Strom durchtaucht. Da stand er dann in einer mit dieser Litze abgeteilten Ecke.
    Er ist dann aber mit der selben Technik auch wieder zurück gekommen.

    Anfang der Woche ist er von der Koppel ausgebüchst. Hab dann mal im Stall gefragt, ob denn dort
    kein Strom drauf war??? und zur Antwort bekommen, der rennt die Pfosten nieder und geht dann raus.
    Und selbstverständlich ist da Strom drauf!

    Das hat er inzwischen 4 mal gemacht.

    Pferd ist inzwischen insgesamt recht selbstbewusst geworden (das ist die freundliche Umschreibung) und
    ich hab mich mit ihm auch schon angelegt, als ich meinen zurück in die Herde geführt hab.
    Dieses Pferdchen hat nämlich mal dominant den Eingang blockiert und meiner wollte dann logischerweise
    den Herdenchef nicht anrempeln. Hat halt Micky-Frauchen dann mal den Weg frei gemacht.

    Die Besitzerin versucht es jetzt hinzubekommen, dass der Gute zur Zeit zweimal täglich geritten wird (hat 2 Reitbeteiligungen), damit der besser ausgelastet ist und nicht ständig auf dumme Gedanken kommt.
    Eine der RB hat er auch schon angestiegen.

    Achja Horsemanship-Kurse hat er mit seinem Frauchen auch schon absolviert.

    Bitte Ideen, Anregungen, Erfahrunge....
    bin sehr gespannt.
    Der Mensch ist zu gut erzogen um mit vollem Mund zu reden. Er hat aber keine Hemmungen, es mit leerem Kopf zu tun. (O. Wilde)

  • #2
    was bei Stromlitzenkriechern angeblich helfen soll: einen spanischen Zopf und da einfach so einen Meter Litze mit einflechten, dann tachtelt das ordentlich, wenn die mit unter der Mähne abtauchen...

    ansonsten: meinen Fluchtzwerg kann ich nicht aufhalten! Das hab ich schon gelernt...
    Lieber auf dem Pferd, als hinterm Herd!

    Das Leben ist kein Ponyhof, das findet auch mein Pony doof!

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    • #3
      Pferde lernen ja auch durch Nachahmung. Ich fürchte, dass dieser Herdenclown schlechten Einfluss auf mein edles Ross hat.

      @Lis
      der taucht ja bei Strom nicht ab- der rennt den Pfosten um.
      Richtig fette Holzbalken sind das nicht. Das ist nur Litze mit diesen Plastikpfosten.
      Der Mensch ist zu gut erzogen um mit vollem Mund zu reden. Er hat aber keine Hemmungen, es mit leerem Kopf zu tun. (O. Wilde)

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      • #4
        achso, ich dachte der taucht drunter...
        diese weißen Steckpfosten sind bei Ausbrechern natürlich sehr beliebt. Lumi hat ganz am Anfang die Pfosten auch geerntet, er hat von oben reingebissen und sie ganz gerade rausgezogen... ich bin ja froh, dass das nimmer so ist...
        Lieber auf dem Pferd, als hinterm Herd!

        Das Leben ist kein Ponyhof, das findet auch mein Pony doof!

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        • #5
          und wie haste das geschafft, dass das nimmer so ist??????
          Der Mensch ist zu gut erzogen um mit vollem Mund zu reden. Er hat aber keine Hemmungen, es mit leerem Kopf zu tun. (O. Wilde)

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          • #6
            Tja. Um Anton vom ausbrechen abzuhalten wurden drei Reihen Holz + drei Reihen Strom (auf der Weide), bzw. Eisenbahnpfosten mit Metallstreben (Paddock) gebraucht.
            Nach 15 Jahren Fort Knox hat er inzwischen wohl vergessen wie ausbrechen geht und kann stundenweise auch auf vergleichsweise ungesicherten Weiden grasen. Fort Knox wird trotzdem nicht abgebaut.


            Aber bei (Groß-)Pferden ist das vergleichsweise selten - ist genügend Saft auf dem Strom?
            Eile mit Weile.

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            • #7
              hmpf... ich hab ihm gesagt, er solls lassen... :/ nee, im Ernst, das hat sich zum Glück von selbst gegeben, er schaltet auch nicht mehr ständig das Licht im Stall an und aus wie am Anfang, jetzt trommelt und klappert er mit allem, Hauptsache es macht Lärm.
              Lieber auf dem Pferd, als hinterm Herd!

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              • #8
                super Aussichten.
                Meine persönliche Theorie / Befürchtung bezüglich der Beschäftigungstherapie seines Frauchens ist ja: der ist dann noch besser trainiert = kräfiger.
                Dadurch nicht weniger selbstbewußt und selbst bei 2 mal einer Stunde Reiten am Tag bleiben noch 22 für Blödsinn. Dumm isser nicht. Dem fällt bestimmt noch so mancher Blödsinn ein
                Der Mensch ist zu gut erzogen um mit vollem Mund zu reden. Er hat aber keine Hemmungen, es mit leerem Kopf zu tun. (O. Wilde)

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                • #9
                  Mein Dicker konnte das auch sehr gut.

                  Wichtig: immer genug Futter auf der Koppel, sonst ist er gegangen.

                  Und keine Kunststoffpfosten verwenden, die zieht er raus... Es helfen entweder Holzpfosten oder Recyclingpfosten oder Winkelstahlpfähle. Die zieht er nicht raus und rennt sie nicht um.

                  Und: mal die Brust des Pferdes mit einem Schwamm nassmachen und mal gegen den Strom laufen lassen. Pfosten umrennen muss richtig brezeln mit dem Strom. Also immer ordentlich Power drauf.
                  Ponys sind Charaktersache!

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                  • #10
                    Das mit der Brust nass machen ist mir jetzt gerade am sympathischsten und wohl auch am unkompliziertesten und schnellsten umzusetzen.
                    Ich werde die Besi mal drauf ansprechen.

                    Wär eine Sache, wenn die Koppel wie bei meiner Stute am Ende der Welt und nur in der Nähe einer schmalen Flurstraße liegen. Aber unser Stall liegt eben so, dass ein nicht sicher verwahrtes Pferd ganz schnell sich und auch andere ziemlich gefährdet. In unmittelbarer Nähe, Landstraße, Autobahnzubringer und Autobahn.
                    Da braucht´s dann einfach eine wirkungsvolle Maßnahme.
                    Last edited by micky#003; 02.08.2012, 08:48.
                    Der Mensch ist zu gut erzogen um mit vollem Mund zu reden. Er hat aber keine Hemmungen, es mit leerem Kopf zu tun. (O. Wilde)

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                    • #11
                      Habe auch nen Ausbrecher daheim :-( Aber der kriecht unter dem Zaun tendenziell durch. Was ich gemacht habe:
                      -Pferd ganz nass
                      -Draht in Mähne bzw. Antenne oben aufstehend am Schopf
                      -Zaun angeschaltet ans Pferd gehalten
                      -Zaun beginnend 40cm über Boden
                      -Erdung vom Stromerzeuger gießen, wenn der Boden nicht feucht ist zündets nicht so sehr
                      -auf genug Gras auf der Koppel achten
                      -nicht zu lange draußen lassen
                      -bei Hitze und Bremsen drinnen lassen
                      -zwischendurch Boxenarrest, weil zu gefährlich wegen Straße etc.

                      ... inzwischen gehts ganz gut, aber man darf nix verschreien :-)

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                      • #12
                        Sioux kam jahrelang heim, sobald es ihm mittags zu warm und zu "insektig" auf der Weide wurde. Oder wenn ihm nicht mehr genug schönes Gras drauf stand oder er dachte, nebenan der Raps sieht viel grüner aus als meine Wiese. Als wir ihn frisch importiert hatten, sprang er tagelang alle unsre Koppelzäune hintereinander bis zur letzten Koppel, drehte dort rum und kam gemütlich wieder zurück über alle Holzzäune. Der war M-Springpferd und machte da seine Aufwärmübungen... Raus kam er aus jeder Koppel - drüber, unten drunter durch (1,63 groß, aber der konnte robben wie ein Hund!), Riegel geöffnet, notfalls Zaun umgerannt. Er ist auch ein Künstler, was die Öffnung von Boxentüren betrifft.
                        Solche Pferde sind doch hochintelligent und die kann man eigentlich nur durch Hochsicherheitszäune halten. Oder indem man ihnen einen Schritt voraus ist. Beim Sioux lösten wir das, indem wir ihn nie den ganzen Tag draußenließen, sondern nach ein paar Stunden reinholten, ehe er anfing über den Zaun nachzudenken. Das waren so Erfahrungswerte, wie lange man ihn draußen lassen kann. Wenn man die einhielt, klappte es, verpasste man den Start und kam mal zu spät, war er draußen. Im Winter auf einen langweiligen Winterpaddock geht bei dem gar nicht, deshalb muss er ja in dem Stall schon seit 10 Jahren im Winter in der Paddockbox bleiben. Ist mir lieber als dass er sich ständig am Auslaufzaun verletzt. Weil er die Herden freigelassen hat, war er auch von Anfang an nie mehr mit denen draußen, sondern immer nur zu zweit mit seinem Kumpel auf einer kleineren Wiese direkt am Stall, bis Mittag, dann werden die reingeholt. Das ist auch heute noch so bei ihm, obwohl er nun nicht mehr in dem Alter ist, akrobatische Übungen übern oder unterm Zaun zu machen. Aber verpasst man ihn reinzuholen, dann tobt er am Zaun und ruiniert sich die Sehne wieder...

                        Arbeit hilft bei solchen Pferden gar nichts, damit schaltet man doch das schlaue Gehirn auf der Weide nicht ab! Man muss es ihnen so angenehm wie möglich auf der Koppel machen, oder sie rechtzeitg reinholen. Schlimmstenfalls kann er eben nicht ganztags in dieser Herde sein, wenn dadurch immer alle anderen auf der Straße stehen, schließlich hat der SB auch ne Verantwortung für alle anderen Pferde!

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                        • #13
                          Bei einem Pferd, der auch immer die Plastik Pfähle zog, haben wir diese dann auch unter Strom gesetzt, also die Spitzen oben mit Litze umwickelt. Vielleicht könnt ihr die Pfähle mit Litze oder Glattdraht umwickeln, dann hat er keinen Ansatzpunkt mehr?

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