Zum Inhalt springen

Drücken Sie Öffnen / Eingabe / Enter / Return um die Suche zu starten

Leseprobe aus unserer Februar-Ausgabe

Hufe gesund reiten - so geht's

Gesunde Hufe basieren nicht nur auf optimaler Pflege und einer durchdachten Fütterung, auch gutes Reiten trägt maßgeblich dazu bei. Wie genau beides zusammenhängt, erklärt Huf-Spezialist Burkhard Rau im Interview.

Die Hufe eines Pferdes zeigen, wie es trainiert wird.

Unser Experte: Burkhard Rau
„Hufe gesund reiten“ heißt das neue Buch des Huftherapeuten und Hufbeschlagschmiedemeisters Burkhard Rau, der in seiner Pferdepraxis im rheinland-pfälzischen Leudersdorf Hufbehandlungen mit Physiotherapie, Osteopathie und Pferdetraining verbindet. www.equicura.de

Herr Rau, „Hufe gesund reiten“ heißt Ihr Buch – das klingt fast so, als müsse man bei Hufproblemen nur in einer bestimmten Art und Weise reiten, damit wieder alles in Ordnung ist. Ist es tatsächlich so einfach?

Nein, natürlich nicht. Der Buchtitel ist im Sinne der Vorbeugung und als Gegenteil von „Hufe krank reiten“ zu verstehen. Denn das ist nicht nur möglich, sondern geschieht leider auch nur allzu häufig. Es ist doch so: Vorausgesetzt, sie genießen eine gute Aufzucht, haben die meisten Jungpferde gesunde, stabile Hufe. Aber wenn sie dann zum Reitpferd ausgebildet werden, beginnt sich der Zustand der Hufe oft zum Schlechteren hin zu verändern. Als Hufbearbeiter versucht man zwar, den ursprünglichen Status zu erhalten. Aber häufig gelingt das nicht. Der Grund: Negative Veränderungen an den Hufen spiegeln in sehr vielen Fällen wider, dass oben drüber etwas schief läuft. Oder anders ausgedrückt: Hufe sind Zeigeorgane für Probleme, die woanders sitzen. Oft sind es nur minimale Veränderungen, die aber schon sehr früh erkennbar sind und deshalb auch die Chance bieten, dass man sehr früh auf sie aufmerksam wird. Mit meinem Buch möchte ich die Pferdebesitzer für diese Veränderungen sensibilisieren.

Welche Veränderungen können das sein?

Ein ganz sensibler Bereich ist die Hufkrone, wo das Saumhorn gebildet wird und die Hufwand herauswächst. Normalerweise wächst das Horn glänzend und gerade herunter. Minimal kleine Löchlein im Saumhorn, häufig in Verbindung mit aufgestellten Haaren am Kronrand, signalisieren dagegen Stress. Auch die Hufsohle zeigt Probleme schon sehr früh an. So sollte die weiße Linie Sohle und Hornwand durchgehend miteinander verbinden. Deshalb sind lose Stellen, wie sie meist im Eckstrebenbereich entstehen, ein Alarmsignal. Ein weiteres Beispiel: Ein gesunder Strahl ist W-förmig. Wenn der Huf auf Probleme reagiert, kommt es dagegen häufig zu kleinen Zerreißungen oder Quetschungen in der mittleren Strahlfurche. Diese haben also nicht immer etwas mit mangelnder Hygiene zu tun.

Das ganze Interview lesen Sie in unserer Februar-Ausgabe. Dort erfahren Sie unter anderem, welche Auswirkungen Beschag, Ausrüstung und Training auf die Hufe des Pferdes haben kann. Die Februar-Ausgabe der Reiter Revue können Sie hier versandkostenfrei bestellen.