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Geschwollene Insektenstiche: Was nun?

Sommerzeit, Insektenzeit. Stiche lassen sich kaum vermeiden. Manchmal schwellen sie jedoch überdurchschnittlich stark an. Ein Warnsignal?

Insekten nerven. Und wo sie zustechen, entsteht manchmal eine dicke Beule.

Selm-Cappenberg – „Wie stark ein Insektenstich anschwillt, hängt zum einen davon ab, welches Insekt zugestochen hat“, beginnt Tierarzt Dr. Marc Dahlkamp von der Tierarztpraxis Dahlkamp. „Zum anderen ist der Immunstatus des Pferdes entscheidend.“ Denn manche Pferde reagieren auf Insektenstiche mit einer sogenannten Kontaktallergie, erklärt der Tierarzt. Dabei wird im Körper Histamin freigesetzt, ein körpereigener Botenstoff, der an vielen allergischen Reaktionen beteiligt ist.

„Bei einer lokalen allergischen Reaktion schwillt die betroffene Stelle an“, schildert Dr. Dahlkamp. „Das ist für das Pferd sicher unangenehm, da es mit Juckreiz verbunden ist, aber nicht bedrohlich.“ Manchmal kann sich die allergische Reaktion nach einem Insektenstich jedoch auch im ganzen Körper ausbreiten. Atemveränderungen, Pusteln – sogenanntes Nesselfieber – und Temperaturerhöhung können die Folgen sein. „Dann sollte man seinen Tierarzt anrufen, um die Symptome zu beschreiben“, rät Dr. Dahlkamp. „Er kann beratend zur Seite stehen und entscheiden, ob eine medizinische Behandlung nötig ist.“

Lokale, dick geschwollene Stiche lassen sich mit kaltem Wasser kühlen. Essigwasser kann den Juckreiz lindern. Hilft es auch, eine angeschnittene Zwiebel auf den Stich zu legen? „Es schadet zumindest nicht“, so der Tierarzt. Wichtig: „Es darf sich kein Stachel oder Fremdkörper in der Einstichstelle befinden“, macht Dr. Marc Dahlkamp deutlich. „Das kann sonst eitrige Entzündungen zur Folge haben.“ Hat der Blutsauger direkt in der Sattel- oder Gurtlage zugestochen, sollte man zudem aufs Reiten verzichten. „Es ist nicht förderlich, wenn auf einer Schwellung eine Satteldecke oder ein Gurt scheuert oder drückt“, warnt der Tierarzt.