Sport & Zucht

Zweiter WM-Titel für Sa Coeur

Sa Coeur WM 2013
Zum zweiten Mal zum besten jungen Dressurpferd der Welt gekürt: Sa Coeur. Foto: Stefan Lafrentz

Sa Coeur ist französisch und bedeutet „Sein Herz" oder „Ihr Herz". Der Oldenburger Wallach von Sir Donnerhall I-Don Davidoff hat das der Jury heute jedenfalls erobert.

Verden – Wie im vergangenen Jahr wurde der Dunkelbraune aus der Zucht von Paul Schockemöhles Gestüts Lewitz von Eva Möller, der Frau des Kaselmannschen Chefbereiters Dr. Ulf Möller, präsentiert. Geändert hat sich zwischenzeitlich einmal mehr der Besitzer: Von Gestüt Lewitz war Sa Coeur einst an Rocco di Pierro, früher Bereiter im Stall Werth, verkauft worden, dann wechselte er zu Kasselmann, der noch bei der WM 2012 als Besitzer eingetragen war. Schon damals war geplant, Sa Coeur über die P.S.I.-Auktion, die Schockemöhle und Kasselmann gemeinsam veranstalten, vermarktet werden solle. Und das hat auch bestens geklappt: Für 2,31 Millionen Euro wechselte er im Dezember in den Besitz der Britin Elena Knyaginicheva. Und die durfte sich heute freuen, nichts falsch gemacht zu haben, schließlich wurde ihr „Herzensbrecher“ erneut mit der Schäre dekoriert.  Zwar versprang der Wallach heute zwei Wechsel – wie Richter Dr. Dietrich Plewa, der dieses Finale kommentierte, formulierte, wurden diese „auf die zweite Hilfe gesprungen“, was allerdings nur zu „minimalen Anzügen führte“. Minimal in der Tat, trotz der „Abzüge“ gab es die 8,7 für die Durchlässigkeit des Oldenburgers. Das war denn auch die schlechteste Note im Protokoll des Wallachs: 9,2 für den Trab und den Schritt, die 8,9 für den Galopp, 9,2 als Note für den Gesamteindruck – Gesamtergebnis 9,04. Wie bei den Fünfjährigen Gold für Deutschland!
 
Auf dem Silberrang folgte Publikumsliebling Damon’s Delorange, die man sich sehr wohl einst im Grand Prix-Viereck vorstellen kann, unter Helen Langehanenberg. Die Westfalenstute, Bundeschampionesse der fünfjährigen Dressurpferde 2012, ist eine Tochter des Damon Hill und wurde von dessen Besitzer Christian Becks aus einer Rubin Royal-Tochter gezogen. Damon’s Delorange ist übrigens Vollschwester von Damon’s Satelite, der gestern im Finale der Fünfjährigen Platz elf belegte, und Damon’s Divene, die 2011 in Verden ebenfalls WM-Silber gewann. Die Reiterin sah auch durchaus Parallelen zum Crack in ihrem Stall, Damon Hill. „Ich liebe seine Kinder und erkenne ihn in ihnen wieder. Er gibt die Qualität seiner Grundgangarten ebenso weiter wie die Leistungsbereitschaft.“ Die bewies Damon’s Delorange auch heute, lediglich im Trab hatten die Richter das „gelegentlich nicht gleichmäßige Abfußen der Hinterhand“ zu bemängeln – 8,2. Für den ergiebigen Schritt gab’s die 9,4, für den stets bergauf gesprungenen Galopp mit guter Hinterhandtätigkeit die 9,2,. Die 9,0 für Durchlässigkeit und eine 8,8 für den Gesamteindruck führten zu einem Endergebnis von 8,92. – Gerade mal 0,12 Noten hinter der Weltmeisterin.
 
Bronze gab’s für einen Wallach, den zunächst niemand auf der Liste hatte: Discovery OLD von Dimaggio-Classiker unter Heiner Schiergen hatte sich über das Kleine Finale qualifizieren müssen. „Im Kleinen Finale gab’s dann schon bessere Noten, aber natürlich war ich enttäuscht“, so der Reiter. Auf seiner finalen Runde allerdings gefiel der Oldenburger Wallach aus der Zucht von Josef Böckmann und im Besitz von Heinz Bellen der Jury trotz deutlicher Anlehnungsprobleme besser: 8,7 für Trab, 8,9 für Schritt, eine 9,0 für den Galopp – obwohl der Wallach im Mittelgalopp und in den Wechseln etwas flach wurde, bescheinigte man ihm „immer bergauf“ gesprungen zu sein – die 8,6 für Durchlässigkeit und die 8,8 für den Gesamteindruck – Gesamtnote 8,80. Das war Bronze!
 
Doubleyou W übrigens, der Hannoveraner Wallach von Don Romantic-Rohdiamant (Züchter: Wilhelm Schwierking; Besitzer: Lena Charlott Walterscheidt), der die erste Runde souverän gewonnen hatte, suchte man auf der Ergebnisliste des Finales ganz oben vergebens. Mit 8,42 belegte der von Laura Stigler vorgestellte Braune als letzter Starter Platz sieben. Kadenz, Geraderichtung, Takt und Selbsthaltung wurden bemängelt. –mic-
 
Das komplette Ergebnis des WM-Finales der Sechsjährigen gibt’s hier: http://reitturniere-live.de/2013/verden/
 
 
 
 

Schlagworte

Wallach, Damon, Coeur, Verden, Herz, Lewitz, Möller, Kasselmann, gab, Finale

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