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Weltcup-Finale Göteborg: Stimmen nach der Kür

von Bredow-Werndl
Jessica von Bredow-Werndl erreichte auf Unee BB Platz drei im Weltcup-Finale. Foto: S. Lafrentz

Fabienne Lütkemeier ist nach ihrer Runde in der Grand Prix Kür nur noch happy, der Sieger Hans Peter Minderhoud wird seinen Sieg mit den niederländischen Springreitern feiern und Jessica von Bredow-Werndl wiederholt Platz drei vom vergangenen Jahr.

Göteborg/SWE – Hans Peter Minderhoud hat die Grand Prix Kür und damit das Weltcup-Finale für sich entschieden. Sein Pferd Glock's Flirt von Florestan I-Gaugun de Lully absolvierte die Kür fehlerfrei, aber nicht immer im Gleichmaß. Besonders in der Passage fiel das ungleiche Untertreten auf. Das war am Freitag bereits kritisiert und vom schwedischen Richter Gustav Svalling auch dementsprechend bewertet worden. Doch heute sei Glock's Flirt gleichmäßig passagiert, versicherte der Richter auf Nachfrage. Seine Meinung kann man teilen, muss man aber nicht. Hans Peter Minderhoud strahlte dennoch über das ganze Gesicht. Bei seinem sechsten Anlauf in einem Weltcup-Finale schaffte er es jetzt erstmals aufs Podium. "Ich wollte wirklich gewinnen", sagte der Dressurreiter nach seinem Erfolg und unterstrich, dass er heute ausnahmsweise auch ein wenig Nervenflattern gehabt habe. "Eigentlich bin ich nie nervös."

Von seinem Pferd Glock's Flirt weiß Minderhoud nur positives zu berichten: "Er gibt in der Prüfung alles, will keinen Fehler machen und ist wirklich leicht zu reiten." Sein Ergebnis: 82,357 Prozent. Und wie feiert er das? Jedenfalls nicht mit seinem Lebensgefährten Edward Gal. Der sitzt nämlich schon im Flieger nach Hause. "Ich bin ganz froh, dass noch einige niederländische Springreiter hier sind. Mit denen werde ich feiern."

Auf Platz zwei beendete Tinne Vilhelmson Silfvén mit Don Auriello die Kür. Die beiden hatten einen unglücklichen Start, da der hannoversch gebrannte Don Davidoff-Sohn nicht stehen bleiben wollte und rückwärts ging. Danach fanden die beiden aber sehr gut in die schwierige Kür und lieferten wie gewohnt ab. Das Manko des Dunkelbraunen ist und bleibt die mangelhafte Aktivität in der Hinterhand. Besonders sticht dies ins Auge, da er mit den Vorderbeinen versucht, die Lampen von der Decke zu treten. Ein Fehler in den Zweier-Wechseln kostete die Schwedin wertvolle Punkte. Ansonsten hätte sie auch zum Sieg reiten können. Die australische Richterin Susan Hoevenaars bei K sah das Paar sogar vorne. "Auriello steht sehr gerne im Mittelpunkt. Er liebt es das Zentrum der Aufmerksamkeit zu sein", beschreibt die Schwedin ihren Sportpartner. Ihr Ergebnis: 81,429 Prozent.

Jessica von Bredow-Werndl freute sich über Platz drei, war aber zugleich enttäuscht, dass es nicht zu mehr gereicht hat. "Unee BB ist so gut in Form wie noch nie, aber wir haben dumme Fehler gemacht", bilanzierte sie ihren Ritt nach dem Finale. Das Angaloppieren in der Traversale und der Fehler in den Zweier-Wechsel haben sie vielleicht den Sieg gekostet. Denn sowohl Bundestrainerin Monica Theodorescu als auch Richter Gustav Svalling sagten: "Da wäre noch mehr drin gewesen." Für die Zukunft gut zu wissen und wer Unee BB heute gesehen hat, glaubt gerne, dass er die Prüfung ganz bald auch fehlerfrei ins Viereck bringen kann. Der Gribaldi-Sohn zeigte sich hochmotiviert, in guter Anlehnung mit ausdrucksstarken Verstärkungen und einer deutlich verbesserten Piaffe-Passage-Tour. Ihr Ergebnis: 80,464 Prozent.

Einfach nur zufrieden war Fabienne Lütkemeier nach ihrer Kür. "Im starken Galopp habe ich es richtig knattern lassen und auch Daggi hatte richtig Bock. Das hat wahnsinnig viel Spaß gemacht", strahlte sie nach ihrem Ritt. "Ich dachte mir: Alles oder nichts. Wenn nicht jetzt, wann dann? Und es hat alles hat so geklappt, wie wir uns das vorgenommen hatten.“ Lediglich die erste Piaffe glückte nicht hundertprozentig, der Rest der Kür war kraftvoll und zugleich harmonisch mit Highlights in den Verstärkungen, einer sehr guten Passage-Tour für den Fuchs und einem schwierigen Übergang von den Zweier- zu den Einer-Wechseln. Am Ende bedeutete das für sie heute Platz sechs mit 78,339 Prozent hinter Anna Kasprzak mit ihrem Donnperignon und Patrik Kittel mit Watermill Scandic, der eine deutlich schwächere Leistung zeigte als am Freitag. Die Harmonie zwischen Reiter und Pferd passte nicht, der Fuchs war teils eng und tief und zeigte keinen Schritt. Kittel kann damit eine durchwachsene Bilanz nach dem Wochenende ziehen. Nach Platz drei am Freitag hatte er sich sicherlich mehr erhofft. -saw-

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