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Steve Guerdats Triumph im Weltcup-Finale + Bildergalerie

Steve Guerdat
Steve Guerdat siegte im Weltcup-Finale. Foto: S. Lafrentz

Als einziger Reiter im Weltcup-Finale der Springreiter blieb Steve Guerdat, der auch 2015 triumphierte, in allen Runden fehlerfrei. „Er ist der verdiente Sieger“, waren sich die deutschen Reiter einig.

Göteborg/SWE – Auf viele Fragen, die vor dem Weltcup-Finale durch seinen Kopf geisterten, hat Steve Guerdat nun Antworten. Eine der Fragen war, wie sein Pferd erstmals drei höchstanspruchsvolle Springen an einem Turnierwochenende meistern wird. „Überragend“ ist die Antwort. Denn Guerdat und sein zehnjähriger Cornet Obolensky-Nachkomme blieben beim diesjährigen Weltcup-Finale als einzige in allen Runden fehlerfrei. Vor dem Finale wäre der Wettkurs auf den Schweizer wahrscheinlich nicht allzu gut gewesen, denn in seiner bisherigen Laufbahn hat Corbinian keinen Fünf-Sterne-Kurs gewinnen können. Umso beeindruckender, was die beiden in Göteborg abgeliefert haben, selbst wenn die ein oder andere Stange einmal kurz gewackelt hat. „Heute hat Corbinian wirklich für mich gekämpft. Das war nicht immer so“, schaute Guerdat zurück und ergänzte: „Ich hätte nicht gedacht, am Ende als Sieger hier zu sitzen.“

Auch für den Niederländer Harrie Smolders kam der zweite Platz unverhofft. Denn auch für sein Pferd Emerald N.O.P war es das erste Turnier dieses Formats. „Er wendet bei jedem Sprung sehr viel Kraft auf, meine Aufgabe ist es, diese einzuteilen“, beschrieb Smolders Esmeraldo. Eine weitere Charaktereigenschaft beflügelte die beiden heute zusätzlich: „Er liebt die Atmosphäre in dieser Halle. “ Mit ihren makellosen Runden brachten die beiden das Scandinavium zum kochen, mit Standing Ovations belohnt das Publikum nämlich nicht nur Sieger. Den zweiten Platz im Weltcup-Finale hat Smolders einer halben Sekunde zu verdanken. Einer halben Sekunde, die er im zweiten Umlauf schneller war als Daniel Deußer mit seinem Cornet D’Amour. Bei Punktgleichheit nach drei Springen entscheidet nämlich die Zeit über die Rangierung. Allerdings wusste Deußer das vor der finalen Runde nicht. Tut aber auch nichts zur Sache. „Ich hätte den Parcours nicht anders geritten“, so der glückliche Drittplatzierte nach seinem Erfolg. Und wahrlich hätte der Cornet Obolensky-Sohn im Finale nicht besser laufen können. „Vor dem Finale habe ich mich nur auf meine Runden konzentriert. Ich wusste, dass es noch eine Chance gibt. Aber Steve und Harrie sind beide fantastisch mit dem Druck umgegangen und so hat Steve verdient gewonnen“, sagte ein höchstzufriedener Daniel Deußer.

Zwei weitere deutsche Championatspferde präsentierten sich im Weltcup-Finale in Topform. Taloubet Z blieb mit Christian Ahlmann im Sattel in beiden Umläufen fehlerfrei und Cornado NRW machte unter Marcus Ehning lediglich einen Fehler. „Cornado lief sehr gut, aber der Fehler in der ersten Runde war natürlich schon sehr ärgerlich. Ich hatte ihn etwas zu sehr am Bein, so dass er zu viel nach vorne ging“, erklärte der „grundsätzlich zufriedene“ Marcus Ehning den Patzer. Die beiden beenden das Weltcup-Finale als Vierte, wie schon 2014 in Lyon. Christian Ahlmann folgt auf Platz sechs. Nach dem unglücklichen Auftakt am Freitag eine sehr gute Platzierung. Ob mehr drin gewesen wäre, wenn er von Anfang an auf Taloubet Z gesetzt hätte? Vielleicht. Jedenfalls ist der Taloubet Z in Ausnahmeform. „Ich bereue es nicht, am Freitag Colorit geritten zu sein. Einfach weil ich vor dem Springen überzeugt war, dass es gut funktionieren kann.“

Mit sich im Reinen war Marco Kutscher nach dem Weltcup-Finale. Seine Stute Chaccorina zeigte im ersten Umlauf ihr überragendes Vermögen. „Sie hat heute Dinge gemacht, die sie noch nie gemacht hat“, bewertete Kutscher ihre Leistung sehr positiv. „In der letzten Runde fehlte ihr aber die Kraft, sodass wir drei Fehler kassiert haben.“ Das bedeutete Platz zwölf im Gesamtranking.

Bundestrainer Otto Becker war nach dem Finale voll des Lobes für seine deutschen Reiter. „Sie haben unglaublich präzise in dieser technisch anspruchsvollen Halle geritten“, lobte er die erfahrenen Championatsreiter Ahlmann, Deußer, Ehning und Kutscher. „Unser Mannschaftsergebnis ist überragend. Ich hoffe, dass wir diesen Schwung mit in den Sommer nehmen können“, schaute Becker nach vorn.
 
Niklas Krieg erreichte den zweiten Umlauf am Ostermontag nicht. „Er hat hier aber einen sehr, sehr guten Job gemacht und war weit besser unterwegs, als das Ergebnis vielleicht aussagt“, lobte Otto Becker den 22-jährigen Durchstarter, den er in diesem Jahr auch schon zu einem Nationenpreis schicken will – zumindest als Ersatzreiter.
 
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