Neumünster: Deutscher Dreifach-Sieg in der Weltcup-Kür

Helen Langehanenberg und Damon Hill
Weltcup-Sieg und gleich in Führung in der derzeitigen Rangliste: Helen Langehanenberg und Damon Hill.

Helen Langehanenberg und Damon Hill beeindruckend elegant, Isabell Werth und El Santo beeindruckend dynamisch und die Überraschung von Neumünster Uta Gräf mit Le Noir beeindruckend einfallsreich.

Neumünster - Ein kleiner Stolperei im starken Trab kann schlichtweg als Schönheitsfehler der ansonsten perfekt dargebotenen Kür von Helen Langehanenberg und Damon Hill NRW gesehen werden. Da waren sich die Richer durchweg einig! 83,300 Prozent bekam das Paar, Trainer Klaus Balkenhol schmunzelte. Die Form, die der Westfale und seine 29-jährige Reiterin an diesem Wochenende zeigte, war mehr als vielversprechend. Und brachte nicht nur den ersten Weltcup-Sieg, sondern gleichzeitig auch die Führung in der Westeuropa-League vor der letzten Qualifikation in Göteborg.

Siegerin der Herzen wurde allerdings eine andere: "Here comes the man in black" tönte es aus den Lautsprechern als Uta Gräf und Le Noir auf die erste Mittellinie abwendeten. Anschließend wechselte die Musik zu Fluch der Karibik, was dem schwarzen Holsteiner-Hengst nicht weniger gut stand. Der zwölfjährige Leandro-Sohn wirkte in allen Lektion sehr sicher, im Trab nur ein wenig untertourig. Uta Gräf demonstrierte nicht nur in der Musikauswahl Kreativität, sondern auch in der Lektionenfolge. Der starke Schritt kurz unterbrochen von einer Piaffe - da nickte auch Bundestrainer Holger Schmezer anerkennend. Die Pirouetten einhändig geritten. 77,475 Prozent bedeuteten Rang drei. Das Publikum tobte - nicht nur, weil Le Noir ein Holsteiner ist.
Wieder voll auf Angriff ritt Isabell Werth. Heute reichte es allerdings nicht für den Sieg, denn der Knackpunkt Piaffe kostete reichlich Punkte. El Santo, in den Traversalen auf höchstem Niveau, bekam die Hufe in dieser Lektion nicht aus dem Sand. Trotzdem zückten die Richter Noten zwischen fünf und sechs. In den anderen Lektionen konnte Isabell Werth aber deutlich mehr punkten. Sie präsentierte ihren wegen seiner Großrahmigkeit teils schlaksig wirkenden "Ernie" sehr dynamisch. 80,975 Prozent waren es am Ende. Und damit Rang zwei. -schn-

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Neumünster, beeindruckend, Uta, Gräf, Noir, Kür, Hill, Damon, Helen, Langehanenberg

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