Aktuell

Isabell Werth erwirkt Einstweilige Verfügung

Dressurreiterin Isabell Werth hat eine einsweilige Verfügung gegen den Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) Sönke Lauterbach erwirkt.

Münster – Kaum herrscht "Waffenstillstand" zwischen Sponsor Fendt und FN, sorgt ein Rechtsschreiben für Unruhe. Isabell Werth hat wegen wahrheitswidriger Aussagen zu ihrem Disziplinarverfahren eine Einstweilige Verfügung erwirkt. In einer Presseerklärung vom 30. Januar 2014 hatte sich FN-Generalsekretär Sönke Lauterbach zu einer Aussage seines Sponsors geäußert. Er kritisierte dass zwei Gutachter nachgewiesen hätten, dass die Substanz Cimetidin durch das Tränkesystem in Isabell Werths Pferd gelangt sei. Dies sei falsch, hieß es in der Pressemitteilung der FN und Lauterbach erklärte wörtlich:

"Die Gutachten beschrieben lediglich die technischen Möglichkeiten, sie trafen aber keine Aussagen zur Wahrscheinlichkeit."

Die Aussage sei falsch, erklärten mehrere Rechtsanwälte aus Münster. Deshalb habe man Sönke Lauterbach aufgefordert eine Unterlassungserklärung zu unterzeichnen, in der er bestätigen sollte, diese Aussage in der Öffentlichkeit nicht mehr zu wiederholen. Diese habe er laut Rechtsanwalts-Schreiben noch nicht unterzeichnet, die wahrheitswidrige Aussage würde immer noch auf der Internetseite der FN, dem Facebook-Auftritt und der FN-App stehen, so die Juristen. 


Das Landgericht Münster hat durch Beschluss von heute, 5. Februar 2014 (AZ: 15 0 12/14) festgestellt:

Dem Antragsteller wird untersagt, hinsichtlich der im Disziplinarverfahren gegen die Berufsreiterin Isabell Werth eingeholten Gutachten zur Tränkeanlage im Stall Isabell Werth wörtlich oder sinngemäß die Behauptung aufzustellen und/oder zu verbreiten und/oder verbreiten zu lassen: "Die Gutachten beschrieben lediglich die technischen Möglichkeiten, sie trafen aber keine Aussagen zur Wahrscheinlichkeit."

Weiterhin zitieren Werths Anwälte die Begründungen des Gerichts:

"Die zu untersagende Behauptung ist damit nachweislich nicht wahr."


"Die Behauptung ist geeignet, die Antragstellerin in ihrem allgemeinen Persönlichkeitsrecht zu beeinträchtigen. (...) die unrichtige Wiedergabe der in dem Verfahren eingeholten Gutachten kann die öffentliche Wahrnehmung des Verfahrens beeinflussen und einer Vorverurteilung der Antragstellerin vor dem rechtskräftigen Verfahrensabschluss Vorschub leisten."


Zum Hintergrund:

Anfang November vergangenen Jahres entschied die Disziplinarkommission Nord der FN, Isabell Werth aufgrund eines angeblichen Verstoßes gegen die Medikationsvorschriften bei ihrem Pferd El Santo bei einem Turnier in Langenfeld 2012 für sechs Monate zu sperren. Die Analyse ergab das Vorhandensein der Substanz Cimetidin, die unter anderem für die Behandlung von Magenbeschwerden bei Pferden eingesetzt wird. Cimetidin gehört zu den im nationalen Turniersport verbotenen Substanzen und fällt nicht unter Doping. Werth ging in Berufung, um einen Freispruch zu erreichen. Am 17. März 2014 wird das Hohe Schiedsgericht zum Thema „Medikationsfall Werth“ erneut tagen. -sr-

Das interessiert Sie bestimmt auch:

Schlagworte

Werth, Isabell, erwirkt, Verfügung, Lauterbach, Sönke, Aussage, Cimetidin, Einstweilige, Generalsekretär

Kommentare

Kommentarfunktion de-/aktivieren

Kommentar hinzufügen...
Kommentieren

Gewinne, Gewinne, Gewinne…

Turnbeutel Gewinne, Gewinne, Gewinne! Wir verlosen Eintrittskarten für das CHI Donaueschingen, Gutscheine für personalisierte Turnbeutel, Trinkflaschen und Brotdosen, einen Freisprung von Fair Game vom Gestüt Birkhof und drei Exemplare des Buchs "HippoSophia".

Zu den Gewinnspielen

Reiter-Revue-Kino genießen!

KinoVon nun an finden Sie jeden Monat neue Filme auf unserer Homepage. Mit einem Klick sitzen Sie bei uns in der ersten Reihe. Zu den Filmen

Redaktionsfunk

Termine

Zur Übersicht aller Termine …

Bleiben Sie auf dem Laufenden