Zucht

Hannoveraner starten mit Schrecksekunde ins Auktionsjahr

Januar-Auktion Hannoveraner Verband
Januar-Auktion Hannoveraner Verband

Die Januar-Auktion lieferte den Auftakt in die Versteigerungssaison des Hannoveraner Verbandes. Das Ergebnis war erfreulich, auch wenn die Halle zwischenzeitlich geräumt werden musste.

Verden – "Feuerfehlalarm in der Niedersachsenhalle – In ca. 20 Minuten kann die Auktion weitergeführt werden", hieß die Entwarnung, die via Facebook vom Hannoveraner Verband verkündet wurde. Zuvor waren die Besucher der Niedersachsenhalle dazu aufgefordert worden, die Halle zu verlassen. Doch nach dieser kurzen Unterbrechung ging es weiter und die Auktion konnte letztendlich erfreulich abschließen.

Londonfly war für 150.000 Euro begehrtestes Dressurpferd, Cinderella wurde für 130.000 Euro versteigert und führte den Kader der Springpferde an. Für die 92 Reitpferde mussten die Käufer durchschnittlich 17.244 Euro anlegen. „Der Aufwärtstrend bei den Auktionen insgesamt hat sich fortgesetzt. Das Ergebnis war im Vergleich zur Auktion im Januar des Vorjahres deutlich besser“, sagte Zuchtleiter Dr. Werner Schade. Der Durchschnittspreis war über 2.000 Euro höher als im Januar 2015. Damals wurden 69 Pferde versteigert. „Das ist mit Abstand der höchste Durchschnittspreis, der jemals bei einer Auktion im Januar erzielt wurde“, freute sich Auktionsleiter Jörg-Wilhelm Wegener.
Schon im Vorfeld wurde der großlinige und bewegungsstarke Londontime/Cordoba-Sohn Londonfly (Z.: Dr. Hinni Lührs-Behnke, Verden-Borstel, Ausst.: Niedersächsisches Landgestüt Celle) als Favorit auf den Spitzenpreis gehandelt. Erst bei 150.000 Euro erteilte Auktionator Bernd Hickert das Gebot an einen Dressurstall aus der Schweiz. Kunden aus Frankreich ersteigerten Cinderella v. Clinton/Calypso II (Z. u. Ausst.: Sven Graeve, Blumenthal) per Telefon für 130.000 Euro. Die Schimmelstute ist sieben Jahre alt und hat in der vergangenen Saison bereits Siege und Platzierungen in Springpferdeprüfungen gesammelt.

„Die Kollektion bot viele volljährige Pferde zum ,Losreiten’. Das hat viele Kunden nach Verden gelockt, die ein Reitpferd für sich selbst suchten“, sagte Jörg-Wilhelm Wegener. Neben den beiden Preisspitzen werden 38 weitere Auktionspferde Deutschland verlassen. Das größte Kontingent sicherten sich Gäste aus Frankreich (acht Pferde), gefolgt von den USA (sechs) und der Schweiz (fünf). -PM/sys-

Die Auktionsergebnisse finden Sie hier.

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