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Sieben Jahre später...
... der absolute Langzeit-Test für Paddockmatten
Seit Herbst 2001 liegen in den Paddocks der Eulenmühle Paddockmatten, werden Tag für Tag, Jahr für Jahr mit Füßen getreten. Sinn und Zweck der Matten: Sie sollen den Pferden im Auslauf bei jedem Wetter trockene Füße garantieren.
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Für das Juni-Heft 2003 hat Reiter Revue ein erstes Fazit gezogen, über eineinhalb Jahre waren damals die Matten im Gebrauch. Den Artikel können Sie HIER (.pdf 301 KB) lesen, inklusive Herstelleradressen. Jetzt haben wir wieder bei der Stallbetreiberin Wiltrud Heine nachgefragt. Alle Platten sind unter den gleichen Bedingungen in der Praxis getestet: Vier bis sechs Pferde leben in den je etwa 180 Quadratmeter großen Test-Ausläufen. Ihre Erfahrungen sieben Jahre später: "Die Regendurchlässigkeit, von allen fünf Herstellern versprochen, haben vier Systeme hundertprozentig eingehalten, nur ein System mit Einschränkung." |
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Schwaben-Gitter
Wiltrud Heines Fazit: Empfehlenswert und ohne Probleme in den letzten Jahren. Das Gitter ist so geformt, dass Dehnungsfugen die Platte elastisch hält. Zieht sich der Kunststoff bei niedrigen Temperaturen zusammen oder dehnt sich bei Hitze aus, gleichen die wellenfömigen Fugen diese Materialbewegung aus. So soll verhindert werden, dass sich die Platten aufbeulen. Deshalb kann man das Schwab Gitter mit oder ohne Tretschicht benutzen. Das meint der Hersteller: Günther Schwab: "Wir bieten die Schwabengitter Paddock seit 15 Jahren unverändert an und gewähren Aufgrund der guten Langzeiterfahrungen zehn Jahre Materialgarantie auf die Gitter. Nach wie vor sind es die einzigen Gitter aus einem weichen, elastischen Material und mit einer effektiv wirkenden Dehnfuge in Längs- und Querrichtung, die in jedes Gitterelement integriert ist."
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Equiground Paddockgitter
Wiltrud Heines Fazit: Es funktioniert, aber auf einem größeren Paddock nur mit einer dicken Tretschicht, damit es vom Gewicht zusammengehalten wird und von der Sonneneinstrahlung geschützt ist. Sonst wölbt es sich bei Hitze, weil in diesem Gitter keine Dehnungsfugen eingearbeitet sind. Deshalb kommt es hier zu laufenden Mehr-Kosten, weil der Sand als Tretschicht ja extra kostet. Nachteil einer Tretschicht: Die friert bei Minusgraden ein und ist nicht so einfach sauberzuhalten wie eine glatte Paddockfläche. Das meint der Hersteller: Dorothee Lindenau, VeMa: "Das Paddockgitter wird zusammengehalten durch ein Haken-Steck-System. Außerdem werden die Waben mit Splitt gefüllt, so dass eine Platte etwa 10 Kilogramm wiegt und nicht mehr verrutschen kann. Es ist richtig, dass die Platte als solches keine Dehnungsfuge hat. Aber beim Verlegen müssen Dehnungsfugen etwa alle 10 Meter eingebaut werden, indem die Platte nicht verhakt, sondern nur aneinander geschoben wird. Eine Sandtretschicht von mindestens 5 Zentimetern ist nötig, da das Material der Gitter sehr schlagfest ist, aber nicht UV-beständig.
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Regupol Stallplatte, Berleburger Schaumstoffwerk
Wiltrud Heines Fazit: Mein Favorit. Die Gummimatte funktioniert ohne Tretschicht, ist regendurchlässig und extrem einfach sauberzuhalten, trotzdem rutscht kein Pferd, weil es weich wie ein Radiergummi ist – deshalb gibt es keinen Hufabrieb. Die Tiere legen sich sogar hin und wälzen sich sogar drauf. Nachteil ist der etwas teurere Preis, der allerdings einmalig in der Anschaffung ist und sich schätzungsweise nach fünf Jahren amortisiert hat. Das meint der Hersteller: Albrecht Rieger, Leiter Marktkommunikation: "Die elastischen Regupol Bodenbeläge zur Pferdehaltung sind seit fast 30 Jahren in unveränderter Form auf dem Markt. Selbst in den ältesten Installationen erfüllen die Regupol Pferdeböden noch ohne Qualitätsminderung ihren Zweck. Ihre lange Lebensdauer macht Regupol Pferdeböden von BSW wirtschaftlich und kostensparend, nach zirka fünf Jahren haben sie sich amortisiert."
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Ottos Lochmatte
Wiltrud Heines Fazit: Die einzelnen schwarzen Matten mit Noppen und Löchern wurden von der Firma selbst verlegt, sie kamen lose in ein Kiesbett. Anfangs haben sie sich etwas hochgewölbt, dann sind sie stabil bis heute geblieben. Die Otto-Matten brauchen eine gute Tretschicht, viel Sand drauf. Jetzt nach sechs bis sieben Jahren ist es so, dass sich nach heftigem Regen Pfützen bilden, die ein bis zwei Tage später ablaufen. Das meint der Hersteller: Werner Otto, Geschäftsinhaber: "Eine fünf Zentimeter dicke Sandschicht genügt völlig. Wir empfehlen eine Erneuerung des Sandbelags alle fünf Jahre, weil dann der Boden schon wegen der Pferdeäpfel zersetzt ist. Dann entstehen auch keine Pfützen. Übrigens hat uns jetzt eine Tierärztin bestätigt, dass Barfußpferde durch die hohen und tiefen Noppen eine optimale Durchblutung der Hufe haben."
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Perfo Bodenplatten
Wiltrud Heines Fazit: Ein ganz leichter Kunststoff wie ein Rasengitter. Funktioniert ohne Tretschicht, aber eben weil es so leicht ist, besteht die Gefahr, dass es die Pferde rauspuhlen. Kleiner Nachteil: Bei Nässe werden sie etwas rutschig, für größere Ausläufe, auf denen Pferde auch toben und galoppieren deshalb wahrscheinlich weniger geeignet. Das meint der Hersteller: Trevor Archer von S2T Group, die inzwischen Produktrechte und den Vertrieb des Perfo Bodenplattensystems seit März 2007 haben: "Wir stimmen Ihrem Kommentar soweit zu. 2007 haben wir ein neues 4-fach Element entwickelt haben, wobei wir die "Anti-Rutsch-Knoppen" vergrößert haben, um die Rutschgefahr zu vermindern. Im Gegensatz zu unserem Vorgänger, empfehlen wir trotzdem, dass besonders bei großflächigen Installationen, die Platten doch mit einer Tretschicht versehen werden, vor allem dort wo kein nachträglicher Graswuchs erfolgt. Unsere Platten haben den Vorteil, dass sie in vielen Fällen direkt in der bestehenden Grasoberfläche ohne Unterbau installiert werden können."
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