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Die deutschen Fans drückten kräftig die Daumen, dass „ihr“ Hengst Lissaro van de Helle, der bereits zweimal das Bundeschampionat gewonnen hatte, auch bei der Weltmeisterschaft in Verden das Viereck als Sieger verlassen würde. Es half nichts. Der braune Lissabon-Sohn aus hannoverscher Zucht, den seine Ausbilderin Claudia Rüscher vorstellte, platzierte sich diesmal auf dem Silberrang. Durchlässig und mit hoher Rittigkeit ausgestattet, absolvierte er die Aufgabe, begeisterte mit drei hervorragenden Grundgangarten. 9,08 lautete das Ergebnis. Die Richter kommentierten, dass sie sich ein wenig mehr Ausdruck im Trab gewünscht hätten. Der umjubelte Sieger warb für die niederländische Zucht. Emmelie Scholtens, in ihrer Heimat eine bekannte Jungpferde-Ausbilderin, die auch schon im vergangenen Jahr in Verden mit West Point einen Weltmeister gestellt hatte, führte den lackschwarzen Obelisk-Sohn Astrix an die Spitze. Der elegante Hengst bestach mit enorm schwungvollen und zugleich federnden Trabbewegungen, einen (vielleicht etwas zu flotten) Bergauf-Galopp und einen Schritt, an dem es rein gar nichts zu meckern gab ¬- ein eleganter Tänzer (9,18).
Für Claudia Rüscher werden die Verdener Turniertage gewiss unvergessen bleiben. Neben Vize-Weltmeister Lissaro van de Helle präsentierte die im westfälischen Greven beheimatete Pferdewirtschaftsmeisterin auch den drittplatzierten Schumacher, westfälischer Sohn des Stedinger und Vize-Bundeschampion des Jahres 2008. Kaum ein Pferd in dieser Prüfung absolvierte die Aufgabe so energisch und mit so viel Lastaufnahme der Hinterhand wie er. Der sehr sportive Hengst wurde mit der Note 8,76 bewertet. Knapp dahinter platzierte sich die deutsche Berufsreiterin Uta Gräf mit Damon Jerome. Der rheinisch gebrannte Dunkelfuchs-Hengst stammt von keinem Geringeren ab als von Damon Hill. Er selbst hatte zweimal die Weltmeisterschaft der jungen Dressurpferde gewonnen, einmal unter Helen Langehanenberg, einmal unter Ingrid Klimke. – hen-
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