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21.02.2010 Neumünster: Totilas tanzt fehlerfrei zum Kürsieg
Der Niederländer Edward Gal und sein KWPN-Hengst Totilas waren die Hauptattraktion des 60. internationalen Turniers VR Classics in Neumünster. Das Publikum in der ausverkauften Holstenhalle blickte gespannt auf das lackschwarze Bewegungswunder und wurde nicht enttäuscht: Totilas schwang die Hufe gen Himmel und leistete sich in der Weltcup-Kür keinen einzigen Fehler.
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 | Bild: T. Hellmann |
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Mit 87,604 Prozent hatte das Paar nicht nur die Richter überzeugt, sondern auch die Zuschauer. Über den klaren Kür-Sieg hinaus nimmt der Europameister Gal auch Stück Gastfreundschaft mit: „Wirklich das Schönste war heute das Publikum“, sagte Gal nach seinem Ritt. „Es war so sehr enthusiastisch und es ist schön für uns, dass wir uns auch in Deutschland willkommen fühlen.“ Isabell Werth, die gestern Dritte wurde im Grand Prix, lauerte heute auf eine noch bessere Platzierung. Erst lief in der alten, aber technisch sehr anspruchsvollen Kür alles glatt, bis sich ihr Weltmeyer-Sohn Warum nicht in den Einerwechseln versprang und damit vermutlich den zweiten Platz verspielte. „Ich ärgere mich so über meine verkorksten Einer“, erzählt sie. „Ich hab noch überlegt, machste 15 oder 17, weil er so super drauf war und da lang sprang, und schon passierte der Fehler.“ Ansonsten war Isabell Werth mit ihrem „Hannes“ sehr, sehr zufrieden, „besonders in der Piaff-Passage, ich glaube, das ist sehr gereift. Und der Schritt war locker für eine Neun.“
Zwischen Werth und Gal platzierte sich wie gestern im Grand Prix die Niederländerin Adelinde Cornelissen mit Parzival. Die wunderte sich fast darüber, dass ihr Parzival, der die Atmosphäre der Holstenhalle zum ersten Mal erlebte, so locker und stressfrei durchlief. „Es ist alles so eng hier und eigentlich erschreckt sich Parzival sehr leicht.“ Für so viel Gelassenheit gaben die Richter 82,503 Prozent, nur ein gutes Prozent mehr als Isabell Werth mit 81,402 Prozent.
Das Weltcup-Finale in ´s-Hertogenbosch Ende März naht. Weil der US-Amerikaner und Titelverteidiger Steffen Peters mit Ravel nicht antreten wird, gibt es weitere Plätze zu vergeben. Trotzdem dürfen aber pro Nation nur drei Reiter starten. Die Niederlande wird laut Ranking vermutlich Edward Gal, Adelinde Cornelissen und Imke Schellekens-Bartels ins Rennen schicken. Bei den Deutschen haben Isabell Werth, Matthias Alexander Rath und Monica Theodorescu gute Aussichten. -kw-
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