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10.02.2010
Eklat in Redefin: Landgestüt ohne Hengste?

Zuchtverbands-Präsident Jörg Weinhold ist aus politischen Gründen zurück getreten.

Redefin - Harte Worte verlangen harte Maßnahmen. Jörg Weinhold, bisheriger Präsident des Zuchtverbandes Mecklenburg-Vorpommern, hat sein Amt niedergelegt. Grund ist ein Fernsehbeitrag des NDR, in dem Weinhold anmerkte, ob die Hengsthaltung im Landgestüt heutzutage überhaupt noch nötig sei. Der Sperma-Versand würde heute die Möglichkeit bieten, leicht an jeden Hengst zu kommen. Damit stellte er auch die Notwendigkeit von dies betreffenden Zuschüssen durch das Land infrage. Besonders in der derzeitigen finanziellen Situation ist eine solche Äußerung für das Landgestüt "ein Schlag ins Gesicht", wie es Gestütsleiterin Antje Kerber in einer Stellungnahme formulierte. Das Landgestüt ohne Hengste würde eine 200 Jahre alte Tradition zerstören.

Einen faden Beigeschmack hinterlässt die Tatsache, dass Weinhold seit etwa drei Jahren als Berater für das Gestüt Sprehe in Ostdeutschland fungiert - einem der größten privaten Hengsthalter Deutschlands.
 
- schn -

 

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