 |
In den Niederlanden wird etwas anders selektiert: Bereits im Dezember suchte die fünfköpfige Kör-Kommission aus 700 Hengste die Kandidaten aus, die über zwei weitere Runden während der Februar-Veranstaltung in den Brabant-Hallen wieder ausgesiebt werden. 75 Dressurpferde und 118 Springpferde reisten am Mittwoch in die Brabanthallen an, am Samstagnachmittag waren für die Championatsringe in der Dressur noch 28 Hengste übrig, im Springring waren es 40. Die Abstammungen waren genetisch bunt gemischt. In der letzten Dressurriege gab es drei Jazz-Söhne, drei Uphill-Söhne und zwei Winningmood-Nachkommen. Bei den Springpferden gab es im besten Ring drei Indoctro-Nachkommen und zwei Stakkato-Söhne. Dressursieger ist ein Sohn des Oscar-Corleone-Le Faquin xx. Corleone ist ein Holsteiner, inzwischen eingegangen, stand zum Schluss noch in Rheinland-Pfalz im CJD-Gestüt. Der Springsieger heißt Cosun. Das „C“ hat in den Niederlanden allerdings keine Abstammungsbedeutung wie in Deutschland, sondern ist der Anfangsbuchstabe für den kompletten Jahrgang 2007. Cosum stammt ab von Up to Date-Cavalier-Indoctro. Der Trakehner Gribaldi, Vater von Painted Black und dem Doppel-Europameister Totilas, wurde vom KWPN mit der höchsten Auszeichnung für Zuchthengste bedacht: Er darf das Prädikat „pref“ für Preferent-Hengst tragen. Sein Sohn Totilas wurde zum Pferd des Jahres gekürt. Der verzauberte mit seinem Reiter Edward Gal das Publikum, in der Bildergalerie geben wir einige Eindrücke. In der März-Ausgabe der Reiter Revue geht es im Thema des Monats um die Pferdezucht in den Niederlanden, um deren Erfolgsfaktoren und es gibt einen ausführlichen Bericht zur Hensgtkörung. Außerdem sehen Sie demnächst Filmausschnitte der Hengsttage von ‘s-Hertogenbosch. - coh - |