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24.1.2010
Hattrick: Dritter Sieg für Jessica Kürten und Libertina

„Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet“, stammelte Jessica Kürten Sekunden nach ihrem Sieg im Leipziger Weltcup-Springen geradezu fassungslos.





Jessica Kürten gewinnt zum dritten Mal das Leipziger Weltcup Springen.
Jessica Kürten gewinnt zum dritten Mal den Leipziger Weltcup.

Leipzig. Mit ihrer 14-jährigen westfälischen Libero-Tochter Libertina sicherte sich die am Niederrhein lebende gebürtige Irin im spannenden Stechen ihren dritten Leipziger Weltcupsieg in Folge. „Was ist das für ein Glück, ein solches Pferd reiten zu dürfen!“ Als vorletzte Starterin hatte sie es in der Hand, der bis dahin führenden Australierin Edwina Alexander und dem 14-jährigen französischen Wallach Itot du Chateau den Sieg vor der Nase wegzuschnappen. Kürten, stets bekannt für blitzschnelle Runden, gab noch einmal richtig „Gas“, unterbot die Spitzenzeit ihrer in den Niederlanden stationierten Konkurrentin um 19 Hundertstel Sekunden - und durfte sich über ein Preisgeld von knapp 40.000 Euro freuen.
Das Damentrio an der Spitze machte die Französin Penelope Leprevost komplett. Leprevost hatte im vergangenen Sommer beim CHIO Aachen nachhaltig mit mehreren Siegen und Platzierungen auf sich aufmerksam gemacht. Verletzungspech ihrer Spitzenpferde verhinderte ihren Start bei der Europameisterschaft in Windsor. In Leipzig mit dem zehnjährigen Schimmelhengst Mylord Carthago am Start, machte sie deutlich, dass sie beim Weltcup-Finale in Genf (April) und bei den Weltreiterspielen in Kentucky im Spätsommer ein Wörtchen mitreden möchte.
Vor so viel Frauenpower konnten die Herren nur kapitulieren: Als bester Mann erreichte Marcus Ehning mit Plot Blue den vierten Platz. Ein kurzes Zögern des Hengstes vor dem letzten Hindernis im Stechen kostete wertvolle Sekundenbruchteile. Am Ende trennten ihn 67 Hundertstel von Siegerin Jessica Kürten. Ohne dieses Zögern hätte es wahrscheinlich für den Sieg gereicht. Ludger Beerbaum mit Couleur Rubin, Philip Weishaupt mit Catoki und Lars Nieberg mit Levito schlossen sich auf den weiteren Plätzen an.
Parcourschef Frank Rothenberger hatte es offensichtlich spannend machen wollen: Von den 40 gestarteten Reitern im Weltcup-Springen bleiben im Umlauf 16 (!) fehlerfrei, eine ungewöhnlich hohe Zahl in einem Weltcup-Springen. (hen)

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