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23.1.2010 Leipzig: Schweizer Kür-Sieg
Die Schweizerin Marcela Krinke Susmelj hat mit 73,7 Prozent die Kür vor vollen Tribünen gewonnen. Ihr Pferd Corinth ist nach der Stahlecker-Methode ausgebildet.
Leipzig. Live is Live, nach dem Schlager aus den 80er Jahren ritt die Schweizerin Marcela Krinke Susmelj ihre Grand-Prix-Kür beim internationalen Reitturnier in Leipzig. Hatten den beiden in der Qualifizierungsrunde am Freitag Morgen noch eine mittlere 60-Prozent-Bewertung, gab es für die Kür 73,7 Prozent. "In Amsterdam hätte ich wohl nicht gewonnen", lacht die Schweizerin mit Blick auf den Konkurrenzstandort in Sachen Dressur. In der Prüfung beeindruckte ihr Oldenburger Corinth mit seiner gelassenen Schritt-Tour und der Art und Weise, wie er fast immer vor der Reiterin war. "Corinth ist nach der Hand-Sattel-Hand-Methode von Fritz Stahlecker ausgebildet", erzählt sie und erinnert sich, dass sie ein Jahr brauchte, "bis ich alle Knöpfe gefunden habe". Das Besondere an der Stahlecker-Methode ist, dass die Pferde im Alter von drei Jahren bereits an der Hand das Piaffieren lernen. Vor einem Jahr gab es zu dieser Methode ein Experiment im Landgestüt Marbach in Baden-Württemberg, Reiter Revue berichtete. "Corinth hat tatsächlich diese Lektionen von Anfang an spielerisch von sich aus gemacht, ich bin davon beeindruckt. Aber man muss als Reiter auch gewillt zu sein, sich dem Pferd anzupassen." Die Tribünen für die Samstag-Abend-Vorstellung waren voll besetzt, das Starterfeld von fünf Reitern im Viereck war hochgradig enttäuschend. Michael Klimke hätte starten sollen, sein Pferd war jedoch verletzt; dazu kamen noch Ausfälle anderer Reiter. (coh) |