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20.12.2009
Frankfurt: Stevens räumt schon wieder ab

Mario Stevens, knapp dem Junge Reiter Lager entsprungen, gewinnt schon wieder den Großen Preis – und damit das Finale der Masters League.

Mario Stevens mit Mac Kinley
Der Sieger im Großen Preis von Hessen: Mario Stevens mit Mac Kinley

Bild: Julia Rau

Frankfurt am Main (kw) – Nach dem Großen Preis von Oldenburg und Dresden gewinnt der deutsche Springreiter Mario Stevens nicht nur das Eröffnungsspringen in der Frankfurter Festhalle, sondern auch mit Mac Kinley den Großen Preis – und damit das Finale der Masters League 2009. „Mac Kinley ist ein Profi“, erzählt der 27-Jährige aus Molbergen, „er weiß, wann es um was geht.“ Dabei hatten erst Marco Kutscher mit Cornet Obolensky und dann Ludger Beerbaum mit Coleur Rubin eine so schnelle Zeit im Stechen vorgelegt, dass es unmöglich schien, die noch zu knacken. Vorjahressieger und amtierender Weltbester Reiter Marcus Ehning auf Sandro Boy schaffte es nicht, sein Hengst verweigerte und Ehning tätschelte ihm entschuldigend den Hals. Gert-Jan Bruggink schaffte es auch nicht, René Tebbel versuchte es erst gar nicht und ritt auf sicheres Null. Stevens kam als letzter Starter eines immerhin 15 Mann starken Feldes und wurde vom schreienden Publikum übers letzte Hindernis getragen – mit einem Vorsprung von knapp einer Sekunde.

Zweiter wurde Ludger Beerbaum aus Riesenbeck mit seinem 13-jährigen Hengst Coleur Rubin. Der war bereits so schnell, dass das Publikum in den rasanten Kurven aufstöhnte und manche sogar mit dem Kopf schüttelten. Marco Kutscher, aus dem Stall von Ludger Beerbaum, wurde ebenfalls mit einer Nullrunde Dritter. Er hatte als erster im Starterfeld des Stechens einen kürzeren Weg zwischen den Hindernissen gefunden, musste Cornet Obolensky scharf wenden, der strauchelte und dotzte mit dem Kinn aufs hochgezogene Vorderfußwurzelgelenk. Von Verletzung ist aber keine Rede.

Die Masters League ist eine Serie über zehn Etappen mit jährlichem Finale beim Frankfurter Festhallenturnier. Der Sieger erhält circa 35.000 Euro und einen Ehrenpreis. Mario Stevens entschied sich bei der Siegerehrung spontan, 5.000 Euro seines Preisgeldes der Stiftung von Ann Kathrin Linsenhoff zu spenden, die hilfebedürftigen Kindern zu Gute kommen. „Ich hatte im Jahr viele Höhepunkte und stehe auf der Sonnenseite des Lebens. Da dachte ich, es ist der richtige Zeitpunkt, was abzugeben“, so Stevens.
 
Der Sieger und die Platzierten im "Großen Preis":
 
1. Stevens, Mario (GER) mit Mac Kinley, 0 Strafpunkte 37.73 sec im Stechen
 
2. Beerbaum, Ludger (GER) mit Couleur Rubin, 0 Strafpunkte 38.50 sec 

3. Kutscher, Marco (GER) mit Cornet Obolensky, 0 Strafpunkte 39.54 sec 
   
4. van der Schans, Wout-Jan (NED) mit P-Pilot, 0 Strafpunkte 40.26 sec 
   
5. Stenfert, Jürgen (NED) mit BMC Okometa, 0 Strafpunkte 41.07 sec 
   
6. Lynch, Denis (IRL) mit Nabab's Son, 0 Strafpunkte 42.73 sec 
 
7. Tebbel, Rene (GER) mit Lento, 4 Strafpunkte 39.28 sec 
   
8. Brocks, Karl (GER) mit Lord Lohengrin, 4 Strafpunkte 40.45 sec 
  
9. Freese, Bastian (GER) mit Caballero, 4 Strafpunkte 40.89 sec 
   
10. Zetterman, Daniel (SWE) mit Glory Days, 4 Strafpunkte 41.04 sec 
   
11. Knippling, Andreas (GER) mit Chaman Knippling, 4 Strafpunkte 43.01 sec 
   
12. Bruggink, Gert-Jan (NED) mit Primeval Wings, 4 Strafpunkte 44.61 sec 
 
13. Rüder, Hans-Thorben (GER) mit Orlanda, 4 Strafpunkte 48.60 sec 
   
14. Taken, Uriel (NED) mit Acapulco, 4 Strafpunkte 50.21 sec 
   
15. Ehning, Marcus (GER) mit Sadro Boy, Aufgegeben im Stechen

Der Sieger und die Platzierten

Zum Vergrößern bitte auf die Bilder klicken!
 
Alle Bilder: Julia Rau
 
Mario Stevens mit Mac Kinley Ludger Beerbaum mit Couleur Rubin Marcus Ehning mit Sandro Boy Marco Kutscher mit Cornet Obolensky Wout-Jan van der Schans mit P-Pilot


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